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Straßenbau: aufwändige Sanierung in Dasburg

Straßenbau in Dasburg : Kreisstraße 149 steht kurz vor dem Beginn der Sanierung

Der Landesbetrieb Mobilität lässt in Dasburg die Kreisstraße 149 erneuern. Es wird wegen der schwierigen Verhältnisse eine Herausforderung. Muss aber trotzdem sein, denn danach soll die Ortsdurchfahrt gemacht werden.

Steil, verwinkelt, kurvenreich, eng: Die Lage von Dasburg ist eine Herausforderung für alle, die dort etwas planen, bauen, sanieren wollen – egal, ob privat oder öffentlich.

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein zum Beispiel. Aktuelles Vorhaben im Grenzdorf zu Luxemburg: die Kreisstraße 149, die aus der Ortsmitte steil und verwinkelt den Berg hinauf verläuft. Links und rechts: Häuser, Schuppen, Garagen, Mauern und andere Stützkonstruktionen.

Die Straße, sagt Oliver Arimond vom Landesbetrieb, sei ohnehin stark sanierungsbedürftig. Aber sie muss eben auch gemacht werden, um anschließend für den weiteren Ausbau der Bundesstraße♦410 – sie führt mitten durch Dasburg – eine Ausweichstrecke zu haben: „Da wird später ein Stück Umleitung drübergehen müssen.“

Weshalb man in der Gemeinde auch froh ist über den Baubeginn an der Straße, die im Ort Neuenweg heißt: „Ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen“, sagt Ortsbürgermeisterin Silke Nelles. Klar werde es schwierig. „Aber wir müssen in den sauren Apfel beißen. Wir wollen die neue Straße, und wir müssen das anpacken.“

Am kommenden Montag, 27. Januar, sollen die Arbeiten beginnen. Geplante Bauzeit: ein Jahr. So lange soll die Straße gesperrt sein. Denn erstens, sagt Oliver Arimond, werde sehr viel gemacht: Sanierung der Fahrbahn, sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen, eventuell neue Hausanschlüsse, es sei „eine große Maßnahme für eine relativ kleine Straße“.

Und es müssen zweitens etliche Stützelemente erneuert werden – denkmalgerecht. Insofern, sagt Arimond, tue man „auch gestalterisch etwas für Dasburg“. Kosten für alle Beteiligten von Kreis über Verbandsgemeindewerke Arzfeld bis zu den Kommunalen Netzen Eifel: 1,5 Millionen Euro.

Es werde, sagt Oliver Arimond, „unheimlich viel Piedelkram, alles sehr aufwendig, sehr schwierig. Wir müssen ja auch Müll- und Rettungsfahrzeuge an die Häuser bringen.“ Auch der Baufortschritt werde sich nicht so zügig gestalten wie bei anderen Vorhaben. Arimond: „Es ist was anderes, als auf freier Strecke zu arbeiten. Aber auch: interessant.“

Zumal die Natur den Planern noch eine weitere Herausforderung stellte, und zwar in Form der Schlingnatter. Die haust nämlich überall in den Mauersteinen. Man hat für die geschützten Tiere deshalb bereits ein neues Habitat ganz in der Nähe eingerichtet. Dahin ziehen die Nattern aber nicht freiwillig um: Die Tiere müssen zuerst aus dem Mauerwerk „herausgefischt und umgesiedelt werden“, sagt Arimond.

Eine Umleitung für die Zeit der Arbeiten an der Kreisstraße 149 wird eingerichtet und ausgeschildert (siehe Grafik). Sobald alles gemacht ist, soll es dann langsam konkret werden mit dem Ausbau der Bundestraße 410. Allerdings bleiben die Planer vorsichtig, was einen Termin betrifft.

Sperrung in Dasburg. Foto: TV/Schramm, Johannes

Zumal man nie weiß, was noch an historischen Altlasten auch unter der jetzt angegangenen Straße schlummert: Denn auch über Dasburg, sagt Silke Nelles, seien im Zweiten Weltkrieg viele Bomben abgeworfen worden. Aber es sei nun einmal so, „wie es ist. Ich hoffe, dass da keine Überraschungen auftreten.“