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Straßenbau im Oberen Kylltal: Die Sperrung vor und in Hallschlag wird vor Weihnachten aufgehoben.

Straßenbau : An Weihnachten ist alles frei

Feierabend für die Arbeiter an der B 421-Baustelle in und vor Hallschlag: Kommende Woche wird die Straße dort wieder geöffnet – bis ins Frühjahr. Dann folgt der nächste Abschnitt.

Pause, aufatmen – und vor allem: wieder durchfahren. Das geht von kommender Woche an wieder auf der bisher so arg lädierten Bundesstraße 421 vor und in Hallschlag. Der erste Abschnitt der Arbeiten, vom Ende des Kronenburger Sees bis zum Gewerbegebiet im Dorf, wird dann abgeschlossen sein, wie der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein auf TV-Anfrage durchgibt.

Die Stadtkyller Baufirma Backes, sagt Bruno von Landenberg vom LBM, sei mit den Arbeiten auf dem 760 Meter langen Stück weitgehend fertig. „Baukosten bisher 730 000 Euro“, ergänzt LBM-Projektleiter Mario Wielvers. Das ist weniger als die Hälfte der gesamten Investition: Wenn man im kommenden Jahr die Straße bis zur Kreuzung in der Ortsmitte fertig hat, werden es 1,9 Millionen sein.

An welchem Tag genau die Straße wieder durchgehend befahrbar sein wird, steht nicht ganz fest. Auf jeden Fall aber solle das noch in der kommenden Woche geschehen, „bis spätestens 20. Dezember“, also Mittwoch, sagt von Landenberg. Es hätte übrigens, so gut war man im Zeitplan, alles sogar noch zwei Wochen früher sein können. Aber, sagt Bruno von Landenberg, das liege nicht an der Baufirma: Stattdessen habe die Telekom, ohne Ankündigung, ein paar Leitungen in den Graben gelegt und alles etwas in Verzug gebracht.

Die vorübergehende Freigabe ist eine gute Nachricht auch für die Gewerbetreibenden: „Ja, natürlich, auf jeden Fall“, sagt Karl-Heinz-Jenniges, Chef von „Schneifel Automobile“ im Gewerbegebiet. „Es ist schon krass: Wir hatten ein super erstes Halbjahr“, ergänzt er. Aber seit August, als die Sperrung eingerichtet wurde, „haben wir den kompletten Wochenendverkehr verloren“. Und nicht nur den: „Wenn wir hier kein Internet hätten, dann hätten wir die Tür zumachen können.“

In den kommenden Monaten dürfte es für Jenniges und die anderen Unternehmen in Hallschlag und im Nachbarort Scheid etwas leichter werden. Zumindest bis nach Karneval, sagt Mario Wielvers, werde die Straße jetzt durchgehend befahrbar sein. Vorher sei wahrscheinlich kein Wetter zum Weitermachen.

Die B 421 – in Hallschlag heißt sie dann Kölner Straße, hinter der Kreuzung Aachener Straße – wird auf etwa 1100 Metern ausgebaut, von der Abzweigung der L 22 nach Berk am Ende des Kronenburger Sees bis kurz vor der Kreuzung in der Dorfmitte.

Auch die L 22 soll auf rund 50 Metern ausgebaut werden – und dabei einen Froschtunnel erhalten (siehe Info). Das wird im kommenden Jahr gemacht – ebenso wie die neue Brücke, die kurz vor der Kreuzung über die Kyll führt.

Massenhaft Erde wurde vor allem an der Kreuzung bewegt: Bisher war sie nämlich nicht gut zu überblicken, weil sich eine hohe Böschung in den Weg schob. Deshalb hat man sie jetzt weggebaggert – 45 Kubikmeter Material insgesamt, sagt Mario Wielvers, das seien rund 400 LKW-Ladungen gewesen.

Jetzt also: vorerst freie Bahn auf der stark befahrenen Straße, die nicht nur von Einheimischen, Tagesbesuchern, Kunden und Urlaubern häufig genutzt wird. Denn jedesmal, wenn auf der nahen Bundesstraße 51 ein Unfall geschieht oder ein Sattelzug quer steht, dient sie auch als Umleitung. Und dann rauscht wieder alles durchs Dorf, was Räder hat, vom knatternden Moped bis zum ratternden LKW. Weshalb die Straße auch dringend erneuert werden musste.

Baustellenfahrzeuge im Einsatz bei Hallschlag. Foto: TV/Fritz-Peter Linden

Bis Karneval ist aber jetzt erst einmal Pause. Danach geht es weiter auf der Baustelle. Und wird ebenfalls dauern: „Bis in den Sommer auf jeden Fall“, sagt Mario Wielvers.