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Straßenbau in der Eifel: Fünf Brücken kosten Millionen

Straßenbau in der Eifel: Fünf Brücken kosten Millionen

Für mehr als 17 Millionen Euro baut der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Verkehrswege rund um Bitburg aus. Vor allem die Sanierung von Brücken kostet siebenstellige Summen. Wofür sonst noch Geld ausgegeben wird? Wir geben einen Überblick

Straßenbau (Symbolbild). Foto: Roland Grün

Nicht nur in Bitburg beginnt 2017 das große Löcherstopfen an den Straßen. Im gesamten Altkreis Bitburg sind die Asphaltkolonnen unterwegs. Warnbaken blinken, Arbeiter schaufeln, Bagger baggern und Autofahrer fluchen. Wer an diesen Orten vorbeikommt, sollte in den nächsten Monaten mit Verspätungen rechnen:

Die Nimsbrücke bei Niederweis: Der Trend geht auf der Bundesstraße 257 zwischen Alsdorf und Irrel und klar zur Drittspur. Im Zuge des Ausbaus des Verkehrsweges nach Luxemburg hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein geplant, die Nimsbrücke bei Niederweis zu verbreitern.
Doch daraus wurde nichts. Eine Prüfung ergab, dass das Bauwerk für den dreispurigen Verkehr nicht tragfähig ist. Statt die Brücke für viel Geld instand zu setzen, entschieden sich die Verkehrsplaner für Abriss und Neubau. Kostenpunkt: 1,9 Millionen Euro.
Fertig werden soll die Brücke im Oktober 2018. Die Arbeiten an den Brücken in Alsdorf sind inzwischen abgeschlossen. Sie haben das Land rund 650?000 Euro gekostet.

Die Grenzbrücke Echternach: Täglich überqueren rund 10?000 Autos in Echternacherbrück die Sauer. Sie fahren über die Grenzbrücke auf der Bundesstraße 257 ins luxemburgische Echternach.
Seit Frühjahr 2016 wird der Übergang zwischen den beiden Ländern für rund vier Millionen Euro saniert. Etwa die Hälfte des Betrages, etwa 2,4 Millionen Euro übernehmen die Deutschen. Den Rest zahlt die Straßenbauverwaltung von Luxemburg, die das Vorhaben plant und umsetzt. Im November soll es abgeschlossen sein.

Die Prümbrücke bei Menningen: Die Sanierung einer weiteren Brücke kostet das Land in diesem Jahr Millionen. Bei Menningen überspannt sie die Prüm. Was an dieser Überführung so teuer ist? Die Fahrbahn auf dem 80 Meter langen Stück werde erneuert, teilt der LBM mit, sowie die Straßen vor und hinter der Brücke.
Abgeschlossen sollen die Arbeiten laut Planerin Viola Hermann im Mai 2018 sein. Wenn das Wetter mitspiele, könne der Abschnitt früher fertig werden, sagt sie.

Die Prümbrücke in Hermesdorf: Uff, noch eine Brücke! Aber in Hermesdorf kommen die Eifeler deutlich günstiger weg: 360?000 Euro kostet die Instandsetzung dieser Prümbrücke. Eigentlich sollte der Ausbau bis Ende August fertig sein. Aber der Abschluss wird sich nach Angaben des Landesbetriebes um einige Wochen verzögern.

Die Bahnbrücke Looskyllermühle: Über dieses Bauwerk im Kylltal rollen keine Autos, sondern Züge. Seit Juli ist die Bahnbrücke auf der Höhe der Looskyllermühle bei Sülm gesperrt und bis November soll sie es bleiben. Die Sanierung kostet rund 250?000 Euro. Eine Kleinigkeit im Vergleich zum Neubau eines Kreisels. Aber das ist eine andere Baustelle:

Der Kreisel bei Stahl: Im Herbst soll der neue Kreisverkehr in Stahl fertig werden. 1,85 Millionen Euro hat er gekostet, und die Nerven von einigen Autofahrern.
Aber auch ohne Baustelle am Kreisel kam es häufiger zu Staus auf der B?51 - vor allem zu den Stoßzeiten. Deswegen entschied man sich ja erst für die geänderte Verkehrsführung.

Die Ortsdurchfahrt Gondorf: Neben der Grenzbrücke soll ein weiteres Mammutprojekt dieses Jahr abgeschlossen werden: die Erneuerung der Kreisstraße 43 durch Gondorf. Ursprünglich hatte der LBM mit Kosten von drei Millionen und einer Bauzeit von zwei Jahren gerechnet.
Der finanzielle Aufwand für die Sanierung der 1120 Meter bleibt gleich. Nach aktuellem Plan wird die Firma Köppen aber schneller fertig als geplant. Schon im Dezember soll die Baustelle verschwunden sein - das dürfte Besucher des Eifelparks freuen. Die müssen ab nächstem Jahr keine Umleitung mehr nehmen.

Die Ortsdurchfahrten Bauler und Peffingen:
Ebenfalls im Dezember sollen die Bagger aus der Ortsdurchfahrt von Bauler, also aus der Kammerwaldstraße, verschwinden. Für die Einwohner des Ortes in der Südeifel wird es wohl höchste Zeit. Baubeginn war schließlich im Mai des vergangenen Jahres. Aber gut Ding will eben Weile haben und in Bauler wird einiges mehr gemacht, als nur die Deckschicht erneuert.
Für rund 1,5 Millionen wird vom Ortsein- bis zum Ortsausgang die Straße verbreitert. Mittelinseln und neue Entwässerungsrinnen sollen her. Ähnlich steht es um die Ortsdurchfahrt Peffingen. Hier wird seit Frühjahr 2016 bis voraussichtlich Ende Oktober gearbeitet. Die Straße und die Gehwege sollen breiter werden. Die Kosten von rund 1,6 Millionen Euro teilen sich Ortsgemeinde, Verbandsgemeindewerke Südeifel und die Kommunalen Netze Eifel.

Kleinere Baustellen: In Esslingen wird die Deckschicht der Kreisstraßen 22 und 24 erneuert. Das Löcherstoßen übernimmt die Firma Kohl aus Irrel für rund 65?000 Euro. Im September will man fertig sein.
Eigentlich sollten die beiden Hauptverkehrsadern des Eifelortes schon 2016 drankommen (der TV berichtete).
Wegen des Wetters hat sich das Ausbessern der Schlaglöcher ins Jahr 2017 verschoben. Auch zwischen Neidenbach und St. Thomas konnte die Asphaltkolonne im Winter des vergangenen Jahres nicht anrollen. Für rund 250?000 Euro wurde die K?82 aber inzwischen erneuert - ebenso wie die K?12 bei Bettingen.
Die Kosten belaufen sich hier auf etwa 685?000 Euro. Auf der Kreisstraße 68 werden die Bagger laut Plan des LBM noch bis Anfang Oktober schaufeln.
Der Straßenausbau bei Wißmannsdorf schlägt mit rund 545?000 Euro zu Buche.