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Stumme Zeugen in Pronsfeld

Stumme Zeugen in Pronsfeld

PRONSFELD. (js) Es gibt sie in den unterschiedlichsten Größen und Materialien und Ausstattungen: alle Wegekreuze sind Unikate. Manchmal entdeckt man auch erstaunliche Übereinstimmungen.

In Pronsfeld zählt man in der Gemarkung elf Wegekreuze. Das ist für eine 1000-Einwohner-Gemeinde ein durchschnittlicher Wert. Wegekreuze gelten in der Bevölkerung als stumme Zeugen und werden hoch in Ehren gehalten. Von den elf Wegekreuzen in der Prümtalgemeinde sind zehn aus Sandstein, ein Kreuz ist aus Schiefer. Zwei der Kreuze weisen erstaunliche Übereinstimmungen auf: Sie sind in Größe und Motivwahl sehr ähnlich. Das Kreuz in der Habscheider Straße trägt die Jahreszahl 1738 und die Inschrift "Johannes Kleis von Pronsfeld". Auf dem Schaft befinden sich die Figuren und Namen des hl. Johannes und des hl. Michael. Die Seiten sind mit je drei Glockenblumen geschmückt. Vermutlich von demselben Meister stammt das Kreuz in der Mauer des Pfarrgartens, das ebenfalls dieses Glockenblumenmuster aufweist. Hier lautet die Jahreszahl 1763, Größe und Ausführung ähneln dem Kleis-Kreuz.