Südafrika dankt

BITBURG/KAPSTADT. (red) Anerkennung für den Einsatz im Kampf gegen Aids: Der aus Bitburg stammende Priester Stefan Hippler, der inzwischen der deutschsprachigen katholischen Gemeinde im südafrikanischen Kapstadt vorsteht, wurde vom dortigen Rotary-Club "Signal Hill" mit dem "Paul Harris Fellow" geehrt – der höchsten Auszeichnung der Rotarier.

Die höchste Ehrung eines Mitglieds von Rotary International wurde dem aus Bitburg stammenden Priester Stefan Hippler (Foto: red) für seinen unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen Aids zuteil. Der Namensgeber der Auszeichnung, "Paul Harris", ist der Gründer der weltweit ältesten Nicht-Regierungs-Organisation. Mit dem Preis werden Menschen geehrt, die als Fürsprecher der rotarischen Ziele - des Weltfriedens und des internationalen Verständnisses - gelten.Täglich 2000 Neuinfizierte und 800 Aids-Tote

Pfarrer Stefan Hippler arbeitet seit 1997 in Kapstadt. Vor fünf Jahren initierte er in der von ihm geleiteten deutschsprachigen katholischen Gemeinde das Projekt namens "Hope", zu Deutsch "Hoffnung". Das Projekt kümmert sich um Kinder, die mit dem HIV-Virus infiziert sind, sowie um deren Eltern. Auf dem schwarzen Kontinent hat die Aids-Problematik eine besondere Brisanz. Mehr als 32 Millionen HIV-Infizierte leben in der Südhälfte Afrikas (weltweit sind 42 Millionen Menschen infiziert). In Südafrika stecken sich jeden Tag 2000 Menschen neu mit dem Virus an - die höchste Ansteckungsrate weltweit. Ungefähr 800 Menschen sterben dort täglich an den Folgen von Aids. Zehn Prozent der Südafrikaner tragen das Virus in sich, wissen aber nichts davon. Der Einsatz von Stefan Hippler sei nicht nur ein allgemeiner Dienst für die Gemeinde, sondern ein Geschenk neuen Lebens für unzählige Menschen, die durch seine Arbeit wieder von einer Zukunft träumen können, sagte der Präsident des Rotary-Clubs in Kapstadt, Peter Richards. Vizepräsident Charles Myers unterstrich in seiner Laudatio die Bedeutung des Einsatzes von Hippler, gerade auch wegen seiner priesterlichen Funktion. Pfarrer Hippler bedankte sich, sichtlich überrascht, für die unerwartete Ehrung und dankte dem Rotary-Club für die "großartige Unterstützung" seiner Arbeit. Die Auszeichnung sei ein Dank an alle, die an den verschiedensten Stellen seine Arbeit unterstützen und mit anpacken und eine Ermutigung weiterzumachen. Infos zum "Hope"-Projekt des Bitburger Priesters Stefan Hippler gibt es im Internet unter www.h-o-p-e.net oder per E-Mail an admin@h-o-p-e.net

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