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Supermarktbetreiber dringend gesucht Bollendorf

Nahversorgung : Ladenbetreiber in Bollendorf dringend gesucht

Im Ort an der Sauer hat der einzige Supermarkt im Ort Anfang Dezember geschlossen. Jetzt will die Gemeinde dabei helfen, einen Nachfolger oder andere Möglichkeiten zu finden.

 Anfang Dezember sind beim Supermarkt „Nah und Gut“ die Lichter ausgegangen. Wie Ortsbürgermeisterin Sylvia Hauer sagt, konnte kein Nachfolger für die bis dahin tätige Leiterin des Geschäftes gefunden werden. Somit hatten sich die Betreiber gezwungen gesehen, den Laden zu schließen.

Derzeit werde nach einem Nachfolger gesucht, der das Ladenlokal pachten möchten. Ein Verkauf des Gebäudes steht laut Hauer derzeit nicht zu Debatte. Längere Zeit habe es so ausgesehen, als sei ein Nachmieter gefunden. Das habe sich aber zerschlagen. „Damit ist aber viel Zeit verloren gegangen“, bedauert Sylvia Hauer.

Nicht nur für die Bürger von Bollendorf, sondern auch für den Tourismus sei der Verlust des Geschäftes sehr schlecht. Denn zum Beispiel die Menschen vom Campingplatz und von Ferienwohnungen sowie Jugendliche von der Jugendherberge seien viel dort einkaufen gegangen.

Jetzt gelte es, erst einmal Möglichkeiten aufzuzeigen. Dafür hat Sylvia Hauer eine Bürgerinformation vorbereitet, die an alle Haushalte verteilt werden soll. Darin wird beispielsweise die Metzgerei Monzel genannt. Diese habe jetzt auch Molkereiprodukte und Obst und Gemüse mit ins Sortiment genommen.

Einkaufsmöglichkeiten böten auch Milly’s Tankstelle und der Backshop auf der Luxemburger Seite, die auch Artikel für den täglichen Bedarf führen. Die nächsten richtigen Supermärkte seien in Echternacherbrück, etwa acht Kilometer entfernt, oder im zwölf Kilometer entfernten Irrel.

Einmal die Woche komme der rollende Supermarkt nach Bollendorf, der verschiedene Artikel vom Auto aus verkaufe. Außerdem biete die Bäckerei Billen aus Ferschweiler ab Januar 2021 einen Bestellservice an.

Die Prümtal-Bäckerei besucht den Ort jeden Samstag zwischen 12.30 und 15.30 Uhr. Die Bollendorfer Nachbarschaftshilfe stehe außerdem zur Verfügung, wenn Hilfe gebraucht werde.

„Wir können als Gemeinde bei der Vermietung nichts tun“, sagt die Ortsbürgermeisterin. Denn das Geschäft sei ja in privater Hand. Es sei zu überlegen, ob ein Dorfladen möglich wäre. Aber dabei müssten viele Dinge beachtet werden, und die Idee sei nicht so schnell umsetzbar. Was den Außenbereich des bisherigen „Nah und Gut“ angeht, so sollte der Standort zumindest durch die Schaffung neuer Parkplätze attraktiver werden.