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SWR holt Schlagerstars in die Eifel

Endlich wieder eine Großveranstaltung in Bitburg : SWR holt Schlagerstars in die Eifel

Der Sender SWR 4 veranstaltet sein Schlagerfestival 2021 in Bitburg. Hinter den Kulissen laufen die Planungen für das Event, das Tausende Besucher locken soll.

Landesgartenschau? Wurde nichts. Das Radsport-Event „Eifel 205“? Geht nach Prüm. Und der Beda-Markt? Wegen Corona verschoben. Der Bitburger Veranstaltungskalender bietet derzeit nicht viel Grund zur Vorfreude. 2021 könnte sich das aber ändern. Denn hinter den Kulissen laufen bereits Vorbereitungen für ein in der Region einzigartiges Großevent.

Die offizielle Ankündigung ist noch nicht raus. Auch das Datum steht nicht fest. Doch auf TV-Anfrage bestätigt der Südwest-Rundfunk (SWR) schon mal: Das alljährliche Schlagerfestival des Senders SWR 4 wird kommendes Jahr in Bitburg über die Bühne gehen.

„Die Tinte ist noch nicht trocken“, sagt Wolfgang Vogel, Projektleiter der Abteilung Marketing beim SWR. Auch einen Vertrag mit der Stadt gebe es noch nicht. Hinderungsgründe sieht der Sprecher der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt aber keine für die „größte Veranstaltung, die SWR 4 auf die Beine stellt.“

Zwischen 3000 und 6000 Zuschauer locken Schlagerstars wie Jürgen Drews, Beatrice Egli oder Michelle jedes Jahr nach Rheinland-Pfalz. In diesem Juli sind in Speicher etwa die Veteranen Matthias Reim und Münchener Freiheit dabei. Meist, sagt Vogel, seien die Open-Air-Konzerte, die stets im Sommer stattfinden, ausverkauft. Und auch in der Eifel hofft der Marketingchef Ende August oder Anfang September auf Tausende Gäste.

Unterbringen könnte man sie  am Besten auf dem Robert-Schumann-Platz, der mit 9000 Quadratmetern größten Freifläche der Stadt auf dem Gelände der Alten Kaserne. Aber auch andere Standorte werden geprüft.

Fest steht: Es wird das erste Mal sein, dass der SWR sein Konzert im westlichen Teil des Bundeslandes ausrichtet. Seit 2014 gastierte das Schlagerfest meist in der Pfalz, so unter anderem in Speyer, Zweibrücken und Landau. Doch nach dem Süden und Osten soll nun die Eifel an die Reihe kommen, sagt Wolfgang Vogel, Projektleiter der Abteilung Marketing beim SWR in Mainz: „Wir wollen als Landescenter in allen Teilen unserer Region vertreten sein.“ Warum die Wahl ausgerechnet auf Bitburg, und nicht auf Trier oder Wittlich fiel? Zum einen gebe es in der Eifeler Kreisstadt passende Standorte, sagt Vogel: Und zum anderen sei man bei Bürgermeister Joachim Kandels auf „offene Ohren“ gestoßen. Und das sei keine Selbstverständlichkeit.

Denn: „Das Schlagerfestival ist kein kommerzielles Event. Damit verdient keiner Geld.“ Auch, weil der SWR die Eintrittspreise „bewusst niedrig“ hält. Zwischen 25 und 27 Euro kosten die Tickets für gewöhnlich.

Mit anderen Worten: Die Stadt und der SWR werden bei der Organisation und Ausrichtung des Events erstmal draufzahlen. Wie groß der „Ausfall“ der Stadt sein wird, kann Bürgermeister Joachim Kandels (CDU) nicht sagen: „Diesen Zuschuss muss uns die Veranstaltung aber wert sein.“ Denn so ein „tolles Event“ sei natürlich „öffentlichkeitswirksam“. Es habe einen Werbeeffekt für die Stadt.

So haben das auch die Mitglieder des Hauptausschusses gesehen, die sich in nicht-öffentlicher Sitzung einstimmig für das Event aussprachen. Und das muss, wie ein Blick auf die Ausrichtungsorte der vergangenen Jahren zeigt, keine Eintagsfliege bleiben. Denn sowohl nach Speyer als auch nach Zweibrücken hat der SWR zweimal geladen. Auch Marketingchef Vogel stellt eine weitere Zusammenarbeit in Aussicht – sollte das Festival ein Erfolg werden.