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Tassen, Bonbons und Dividende

Tassen, Bonbons und Dividende

Mit einem Bilanzgewinn von knapp 172 000 Euro hat die Raiffeisenbank Irrel das Geschäftsjahr 2008 abgeschlossen. Präsentiert und genehmigt wurde der dazu gehörende Geschäftsbericht im Rahmen der Jahreshauptversammlung.

Irrel. Ein Kugelschreiber, ein Block und eine Kaffeetasse, die mit Bonbons gefüllt ist, sind für jeden Sitzplatz auf dem Tisch positioniert. Auf allem ist das Logo der Raiffeisenbanken abgebildet. Ebenso auch auf dem Banner, das auf der Bühne befestigt ist. Dahinter sitzen die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie Rudolf Krein, einer der beiden Vorstände der Raiffeisenbank Irrel. Hans-Peter Bell, der andere Vorstand, steht am Rednerpult, um den anwesenden Genossenschaftsmitgliedern die wesentlichen Eckdaten des vergangenen Geschäftsjahrs zu erläutern.

"Stabilität ist uns wichtiger als das schnelle Geld", sagt Bell und betont, dass die Raiffeisenbanken nicht zu den globalen Finanzkonzernen gehörten, die die Wirtschaftskrise verursacht hätten. "Wir haben keine giftigen Wertpapiere im Bestand", fügt der Vorstand hinzu und berichtet dann über den "scharfen Wind des Wettbewerbs" und über eine "latent vorhandene Inflationsgefahr", wenngleich die wirtschaftliche Situation der Irreler Raiffeisenbank im Vergleich zu großen Banken noch gut sei. Zumindest was die Entwicklung im vergangenen Jahr betrifft.

So schließt das Geschäftsjahr 2008 mit einem Bilanzgewinn von 171 905 Euro und somit immerhin um 5170 Euro höher als im Jahr davor ab. Besonders gut gelaufen ist im vergangenen Jahr der Verkauf von Heizöl sowie Getreide und Futtermitteln. Somit konnte der Warenumsatz mit 29,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr um 34,9 Prozent gesteigert werden.

Keine Einwände gegen den Geschäftsbericht



Für 2009 werde hier angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung allerdings nur noch ein Umsatz von 26 Millionen Euro erwartet, sagt Bell.

Und auch von der negativen Wertpapierentwicklung auf dem Finanzmarkt blieb die Raiffeisenbank Irrel nicht verschont. Denn während es bei den Krediten und Einlagen weiterhin Zuwächse gab, war das Verbundgeschäft (Bausparkasse, Aktien, Versicherungen) mit 29,3 Millionen Euro Umsatz um neun Prozent schlechter als im Vorjahr.

Nichtsdestotrotz sind die Genossen mit der Arbeit des Vorstands sowie des Aufsichtsrats zufrieden. Ohne Einwände oder Fragen wird der Geschäftsbericht einstimmig genehmigt. Und dass vom Bilanzgewinn die Summe von 79 171,85 Euro den Mitgliedern als fünfprozentige Dividende zugute kommen soll, wird von den Nutznießern dieses Vorschlags auch nicht beanstandet.