Telekommunikation

Zum Artikel "Von Hochgeschwindigkeit bis Schneckentempo" (TV vom 30. September) schreibt dieser Leser:

Es zeichnet sich mal wieder das typische Bild der Politik ab - fordern, aber nicht umsetzen. Dass sich die SPD in Daun nun darum bemüht, dass auch die Stadtteile schnelles Internet erhalten sollen mutet schon aberwitzig an, da die SPD-geführte Landesregierung in diesem Punkt meiner Meinung nach keinen Finger krumm macht. Die Mainzer Definition zwei MBit als Breitband zu bezeichnen, ist in Zeiten hochauflösender Videos, Streaming & Co ein Schlag in das Gesicht dieser Region und des ganzen Landes. Schon in den frühen Jahren ab 2000 hätte sich intensiv um einen Anschluss an die moderne Telekommunikation bemüht werden müssen, bei der das Land, aber auch die Kommunen gefragt waren und noch immer sind. Vielerorts kann die Eifel getrost mit einigen anderen Flecken in Deutschland in Sachen Breitband als völlig rückständig angesehen werden. Regierung und Kommune machen es sich einfach, wenn beispielsweise eine überteuerte und noch immer nicht zuverlässige Mobilfunktechnik wie LTE als Breitbandtechnologie durchgewinkt wird, die nur deshalb überhaupt die kleineren Regionen erreicht, weil es bei der Versteigerung der LTE-Lizenzen so vorgeschrieben wurde. In Zeiten des demographischen Wandels sollte darauf geachtet werden, dass man Familien auch im technologischen Bereich am Fortschritt teilhaben lässt und so einen Grund mehr bietet, aufs Land zu ziehen. Aber auch im beruflichen Bereich, in dem der Begriff "Home Office" immer mehr Einzug findet, ist eine positive Entwicklung hierbei unabdingbar. Gefragt sind jedoch auch die Bürger, die hier an einem Strang ziehen müssen. Persönlich habe ich es schon erlebt, dass man mit dem an sich zu teuren Surfstick voll und ganz zufrieden ist und die Geschwindigkeit ausreicht, während eine mittelständische Firma wie Inexio mit schnellem Internet vor der Tür steht und die Deutsche Telekom alt aussehen lässt. In Zeiten, in denen Kanzlerin Merkel das Internet für uns alle als Neuland bezeichnet, kann man jedoch nur hoffen und nicht viel erwarten. Daniel Schmidt, Mehren