Thema Frauenhaus: Gespräche erst im Frühjahr

Infrastruktur : Thema Frauenhaus erfordert viel Geduld  

Das Ministerium führt Gespräche über eine weitere Einrichtung im Norden von Rheinland-Pfalz erst im Frühjahr.

  Das Ministerium hat im Doppelhaushalt 2019/2020  zusätzliche Mittel bereitgestellt, um Frauen besser gegen Gewalt zu schützen. Beispielsweise ist die Einrichtung eines weiteren Frauenhauses in Rheinland-Pfalz geplant, die das Ministerium nach eigener Darstellung mit  100 000 Euro jährlich bezuschusst.

Im ehemaligen Regierungsbezirk Trier gibt es nur ein Frauenhaus und zwar in Trier, und das hat nur sieben Plätze zur Verfügung. Oft müssen hilfesuchende  Frauen   abgewiesen und an andere Häuser weiter vermittelt werden. So erging es Frauen aus dem Eifelkreis, dem Vulkaneifelkreis, dem Landkreis Bernkastel-Wittlich und dem Landkreis Cochem-Zell (der TV berichtete am 20. August 2018).

Wie auf TV-Anfrage aus dem Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz zu erfahren ist, werden noch Monate ins Land gehen, bevor Gespräche zwischen Vertretern des Landes und Vertreter von in Frage kommenden Kommunen oder Hausbesitzern folgen. Zwar habe das Ministerium bereits  Kontakt   aufgenommen, erste  konkrete Gespräche seien aber erst für das Frühjahr  geplant.

Wer als Träger in Frage kommt und wie die Finanzierung aussehen werde, dazu befände man sich  noch in Gesprächen und könne noch keine genaueren Angaben machen, ohne die Verhandlungen zu gefährden, heißt es weiter aus der Landeshauptstadt. Und was den Standort angeht, so ist vom Ministerium so viel zu erfahren, dass es ein  Standort im Norden von Rheinland-Pfalz sein soll,  der von der Eifel aus gut zu erreichen sein wird.

Und: „Von der Nordeifel als Standort ist seitens des Ministeriums noch nie die Rede gewesen.“  Dagegen hatten die Gleichstellungsbeauftragte des Eifelkreises Marita Singh, Vertreterinnen des Frauenhauses Trier und der Runde Tisch  Eifel die Nordeifel als Standort für ein weiteres Frauenhaus empfohlen. Aus Mainz ist weiter zu erfahren: „Für uns sind wesentliche Kriterien für den Standort, dass die Kommune zur Wahrung der Anonymität der betroffenen Frauen nicht zu klein und eine gute verkehrstechnische Anbindung gewährleistet sein sollte.

Gerade weil bei Kapazitätsengpässen Frauen auch an andere Häuser verwiesen werden, ist uns eine vertretbare Erreichbarkeit auch aus anderen Teilen von Rheinland-Pfalz gegebenenfalls mit öffentlichen Verkehrsmitteln wichtig“, heißt es vonseiten der Pressestelle des Ministeriums.

Eine gute Erreichbarkeit bieten zum Beispiel auch Wittlich und Bitburg. Doch aus Mainz gibt es dazu noch keine konkrete Stellungnahme.

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