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Eifel-Hochwasser: Dicker Karpfen aus Tiefgarage gerettet

Hochwasser Eifel 2021 : Dicker Karpfen aus gefluteter Tiefgarage gerettet

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) Bitburg machen bei Abpumparbeiten in einem Mehrfamilienhaus in Echternacherbrück einen überraschenden Fang: Sechs Großfische werden in Bütten zurück in die Sauer transportiert.

(de) Es ist eine andere Seite des verheerenden Hochwassers, das über die Eifel am 14. Juli hereingezogen ist. Eine, die den Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks (THW) Bitburg, die im Überschwemmungsgebiet im Einsatz waren, ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Bei Abpumparbeiten in einer völlig überfluteten Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses in Echternacherbrück entdeckten die THW-Leute gleich sechs dicke Fische.

Auf dem Foto, das Philipp Dahm beim Einsatz gemacht hat, hält Endrik Kutzner vom THW-Ortsverband Bitburg das Prachtexemplar in die Kamera. Kutzner, selbst passionierter Angler, weiß auch, was er da aus der braunen Brühe in die Höhe hält. „Das ist ein Schuppenkarpfen“, sagt der THW-Mann. Etwa acht bis zehn Kilo schwer. Was eine mittlere Größe sei. „In der Sauer gibt es auch 20 Kilo schwere Karpfen.“

Sechs solcher Großfische sowie etliche kleinere haben die Einsatzkräfte in der gefluteten Tiefgarage entdeckt. „Wir haben die dann in Bütten geschafft und wieder zurück in die Sauer gesetzt“, sagt Joachim Weber, Ortsbeauftragter des THW Bitburg. Er ist, wie seine Kollegen seit dem Hochwasser im Dauereinsatz.

Die Fischfunde in Echternacherbrück waren da mal eine schöne Abwechslung. „Dass in eine geflutete Garage an der Sauer vielleicht auch mal ein paar Fische geraten, hätte ich mir schon vorstellen können, aber gleich sechs so große Karpfen haben uns dann schon überrascht“, sagt Kutzner. Der wird wegen seines Vornamens Endrik von seinen THW-Kameraden „Ente“ genannt. Und deshalb sagt dann Ortsverbandsbeauftragter Weber noch zu uns: „Das passt doch. Da können Sie schreiben: Ente mit Fisch.“

Das machen wir doch gern. Und sagen „Danke!“ Für das Bild und die Geschichte. Aber vor allem für den unermüdlichen Einsatz im Hochwassergebiet.