Tiefe Löcher, schwierige Arbeit

Tiefe Löcher, schwierige Arbeit

Die Neugestaltung des Altenmarkts (der TV berichtete) wird für die Anlieger zur Geduldsprobe. Derzeit sind die benachbarten Straßen aufgerissen, weil dort neue Leitungen verlegt werden - und die Arbeiter immer wieder auf Überraschungen stoßen.

Der Prümer Altenmarkt soll neu gestaltet werden. Das aber betrifft auch die Straßen, die zu diesem Platz führen: Unterberg- und Pfannstraße sind bereits aufgerissen, damit dort neue Wasserleitungen verlegt und einige Hausanschlüsse erneuert werden können, bevor die Deckschicht aufgetragen wird.

Und das zieht sich: "Es ist ja nicht nur die Straße, dann wären wir längst fertig", sagt Werner Mucha, Bauleiter vom Ingenieurbüro Scheuch. "Wir finden da jeden Tag was Neues." So müssten auch eine Reihe von Hausanschlüssen repariert werden.

Neue Baustelle erst, wenn Pfannstraße wieder frei ist



"Und mancher Anschluss ist dick in Beton gepackt", sagt Mucha. Das mache es entsprechend mühsam. Zudem müssten die Arbeiter der Firma Weiland um die dort liegenden Leitungen für Strom, Gas und Telekommunikation herumwerkeln.

Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy ruft zur Geduld auf, zumal man eben Überraschungen nie ausschließen könne: "Das ist wie im richtigen Leben: Wenn man hinter die Schränke guckt, dann ist das da auch manchmal schlimmer als davor."

Ebenfalls ein Problem: Die beengten Verhältnisse in der Pfannstraße. Dennoch habe die Baufirma aus Rücksicht auf Anwohner, Einzelhandel und Kundschaft zumindest die Bürgersteige freigehalten, betont Mucha. So sind, zumindest zu Fuß, alle Häuser und Geschäfte problemlos erreichbar.

Dennoch regt sich Unmut bei einigen, die auch gegenüber dem TV protestieren, aber nicht in der Zeitung genannt werden wollen. Offener - und gelassener - reagiert indessen Modehaus-Chefin Marita Steffen, vor deren Geschäft ebenfalls die Bauabsperrung verläuft: "Es ist halt das Problem, dass im Moment an vielen Stellen die Straßen aufgerissen sind", sagt sie. "Aber gemacht werden muss es. Das ist alles total in Ordnung."

Allerdings äußert sie eine Sorge, die auch die anderen Anlieger umtreibt: Dass man nicht auch noch die parallel zur Pfannstraße verlaufende Bachstraße gleichzeitig in Angriff nehmen solle, die ebenfalls erneuert werden muss: "Das wäre eine Katastrophe."

Die wollen allerdings auch die Planer verhindern: Derzeit sei vorgesehen, die Straße erst dann aufzumachen, wenn in der Pfannstraße wieder Anliegerverkehr möglich sei, sagt Werner Mucha. Sollte es aber dennoch anders kommen, könnte die Einbahn-Regelung an der "kleinen" Tiergartenstraße in Richtung Altenmarkt und am Johannismarkt aufgehoben werden.

Heinz Brandenburg aus der Unterbergstraße hat nur einen Kritikpunkt: "Es geht manchmal ziemlich hin und her. Nachdem schon alles zu war, wurde bei uns wieder aufgemacht, um Leitungen für die Straßenbeleuchtung zu legen." Ansonsten gelte: "Wir müssen da ein bisschen Geduld haben. Natürlich kann ich die Leute verstehen. Aber die Notwendigkeiten müssen doch auch eingesehen werden." Auch der Firma könne man keinen Vorwurf machen.

Immerhin: Der Prümer Martinszug am 10. November werde auf jeden Fall durch die Unterbergstraße gehen können, sagt Werner Mucha. Dann ist dort zumindest Lava drauf, so dass die Anlieger mit ihren Autos wieder fahren können. Auch die Gräben in der Pfannstraße sollen diese Woche wieder verfüllt werden.