Tiere

Zum Artikel "Das Schicksal der Streunerkatzen in der Eifel" (TV vom 27. Februar) schreibt diese Leserin:

Im Jahr 2009 lebten in Deutschland (laut einer Statistik) 8,2 Millionen Katzen in 16,5 Prozent der Haushalte. Damit ist die Katze die Nummer eins der Haustiere. Aber warum? Hunde sind doch leichter erziehbar als die meist sehr eigenwilligen Stubentiger. Hunde erledigen ihr "Geschäft" draußen und nicht auf der Katzentoilette. Natürlich muss man mit dem Hund dazu Gassi gehen. Vielleicht liegt es daran, dass man einen Hund anmelden muss. Eine Katze kann man einfach so halten. Und dann irgendwo aussetzen oder noch Schlimmeres, wenn man ihrer überdrüssig ist. Da wir etwas abgelegen wohnen, sind schon viele dieser Streunerkatzen bei uns angekommen, oft verletzt und verängstigt. Da wir selbst Katzen haben, Nachkommen einer solchen herrenlosen Katze, steht immer Futter für die "Reisenden” bereit. Dann fassen manche noch einmal Vertrauen zum Menschen. Andere verschwinden wieder so, wie sie zu uns fanden, auch weil sie keinem Menschen mehr vertrauen können. Ich kenne viele Menschen, die sich auf die gleiche Art und Weise um die Streuner kümmern. Leider gibt es aber auch die andere Sorte Mensch: "Ich kenne jemanden, der erschießt das Vieh, wenn du es los werden willst!”, "Versuch es mal mit Rattengift!”, sind einige der Sprüche, die man dann zu hören bekommt. Auch habe ich schon von Autofahrern gehört, die regelrecht Jagd auf Katzen machen. Der Unterhalt der Katzen kostet einiges, aber Nein sagen kann man nicht, da es Menschen waren, die das Schicksal dieser herrenlosen Tiere hervorgerufen haben. Hilfe vom Tierschutz oder den Behörden ist angesichts der nicht vorhandenen Mittel kaum zu erwarten. Also wäre eine Meldepflicht für Katzen wohl die einzige Möglichkeit, das Problem zu lösen. Petra Lehmeier-Scholtes, Hüttingen