Tierschutz
Zur Berichterstattung über die geplante Legebatterie Birresborn, meint dieser Leser:
Bedauerlich, dass man in unserer schönen Region allen Bemühungen für einen aufkeimenden Tourismus immer wieder ein Bein zu stellen weiß: neuerdings mit einer Legebatterie. Die Verantwortlichen im Gemeinderat sollten sich fragen, warum der Investor sich ausgerechnet an Birresborn wendet. Vielleicht in der Hoffnung, dass in der strukturschwachen Eifel am wenigsten Widerstand geleistet und am wenigsten hinterfragt wird und man hier nach einem Jahre zurückliegenden Reinfall den schnellen Euro will? Es ist zehn Jahre her, dass der "Birresborner" schließen musste. Grund dafür war die Verunreinigung des Wassers durch Benzol (PAK). Frau Peters schreibt aus meiner Sicht ganz richtig, dass die Gründe für die Verunreinigung noch immer nicht geklärt sind. Auch wenn mittlerweile ein Gutachten existieren soll, nach welchem die Schuld an den überhöhten PAK-Werten nicht dem benachbarten, Holz verarbeitenden Betrieb nachgewiesen werden kann, bleiben jede Menge Zweifel und Skepsis. Mit der Erwähnung der damaligen Vorfälle möchte ich zum aktuellen Thema an die Verantwortlichen appellieren: Auch wenn EU-Normen Rechnung getragen wird, Vorschriften erfüllt werden, Filteranlagen eingebaut und UVC-Strahlen eingesetzt werden, so birgt dieser Betrieb doch ein hohes Gefahrenpotenzial. Niemand kann garantieren, dass Zwischen- oder Unfälle ausbleiben oder voraussagen, welchen Einfluss zum Beispiel meteorologische Besonderheiten (Inversionswetterlagen) auf Ausmaß und Begrenzung der schädlichen Wirkung haben. Darüber hinaus möchte ich dazu aufrufen, sich gegen Massentierhaltung auszusprechen. Allen, die sich nach den Protesten aus der Bevölkerung immer noch keine Meinung gebildet haben über Tierquälerei, Antibiotika-Resistenzen,Umweltbelastung empfehle ich den Dokumentarfilm "Unser täglich Brot". Gerfrid Neumann, Mürlenbach