Tödlicher Schlag auf Kopf

Erst erschlagen, dann verbrannt: So hat der 38-jährige Harald S. aus Lünebach nach eigener Aussage einen 44-jährigen Mann in Hessen umgebracht und beseitigt. Seine mitangeklagte Freundin streitet eine Beteiligung an der Tat ab.

Limburg/Lünebach. (flu) Im Mordprozess vor der Limburger Schwurgerichtskammer hat der 38-jährige Angeklagte Harald S. aus Lünebach am Montag ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der Konstruktionsmechaniker und Vater von vier Kindern schilderte, wie er am 17. April 2007 in der Wohnung seiner mitangeklagten 35-jährigen Freundin im hessischen Elbtal-Hangenmeilingen einen 44-Jährigen aus Altendiez mit einer Eisenstange auf den Kopf schlug, so dass dieser noch in der Wohnung starb (der TV berichtete).Später habe er die Leiche in eine leere Mülltonne gepackt und im Auto des Opfers auf die Rückbank gelegt. In einem Waldstück habe er den Wagen mit einem Kanister Benzin übergossen und angezündet. Seine mitangeklagte Freundin, eine aus der Eifel stammende Mutter von drei Kindern, habe ihn zu der Tat angestiftet und danach gemeinsam mit ihm die Blutspuren in ihrer Wohnung beseitigt. Sie habe ihn zuvor mehrfach aufgefordert, den 44-Jährigen aus der Welt zu schaffen, weil dieser ihr keine Ruhe lasse, sie Angst vor ihm habe und er Geld von ihr wolle. Die 35-Jährige hatte zuvor bestritten, irgendetwas mit dem Mord zu tun zu haben und gesagt, sie habe erst später davon erfahren. Harald S. hatte nach seiner Verhaftung in Lünebach der Polizei gegenüber die Tat eingeräumt, allerdings an den ersten Verhandlungstagen geschwiegen.Ausführlicher Bericht folgt.