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Tor zum Wasser verbindet die Nachbarn

Tor zum Wasser verbindet die Nachbarn

BITBURG/STEINHEIM. (iz) Das Geschenk der Stadt Bitburg ist ein "Tor zum Wasser" und soll als Brücke der Zusammenarbeit verstanden werden: Die Stadt Bitburg hat der Gemeinde Steinheim/Rosport eine Skulptur des Künstlers Christoph Mancke überreicht, die während des Bildhauer-Symposiums in der Bierstadt entstand.

"Tor zum Wasser" heißt das steinerne Monument, das seit wenigen Tagen in der Nähe des Radweges am Ufer der Sauer auf Luxemburger Seite in Steinheim steht. Zur Einweihung kam reichlich politische Prominenz aus Deutschland und Luxemburg. Bürgermeister Luc Bonblet sprach während der Enthüllungsfeier von "einer großen Bedeutung für die Verbindung zwischen Luxemburg und Deutschland. Nicht nur im Schulbereich der beiden Ländern, sonder auch bei Wirtschaftsprojekten ist schon lange eine Zusammenarbeit erkennbar." So seien die Menschen auf beiden Seiten der Sauer im "Schönen und auch im nicht so Schönen verbunden", sagte Bonblet und hatte dabei das Hochwasser, das beiden Seiten der Sauer fast jährlich bedroht im Blick. Dadurch wird die Symbolkraft des Tors zum Wasser zusätzlich verstärkt. Der Bürgermeister der Stadt Bitburg, Joachim Streit, sprach die lange politische Verbundenheit zwischen den "nationalen Nachbarn" an. Auch die kulturelle Zusammenarbeit zwischen der Bitburger Dr.-Hanns-Simon-Stiftung und Luxemburg führte Streit ins "gut nachbarschaftliche Feld". Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister E. Jürgen Zöllner nannte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kunstsektor einen "notwendigen und förderungsfähigen Bereich. Wir sind stolz, dass Rheinland-Pfalz trotz Geldmangels und Einsparungen in allen Beriechen dieses Symposium in Bitburg fördern konnte und nun eine der entstandenen Skulpturen den Luxemburger Nachbarn überreicht werden kann. Und dann noch ein solch aussagekräftiges Bildnis, das den verbundenen Charakter der Länder zeigt. Hervorragend!", sagte Zöllner.Tor zu gemeinsamem Hochwasserschutz

Luxemburgs Minister Fernand Boden lobte vor allem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf dem Sektor des "Fahrrad- und Kulturtourismus" und nutzte die Gelegenheit, seinem rheinland-pfälzischen Kollegen im Schatten des "Tores zum Wasser" eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich des Hochwasserschutzes nahe zu legen. Künstler Christoph Mancke stellte anschließend kurz sein "unvollendetes Kunstwerk" vor. Auch er deutete die Skulptur als "verbindendes Element" zwischen den Ländern. Mancke, im Jahr 1953 in Schönecken geboren, wuchs im Ruhrgebiet in Bochum, Witten und Dortmund auf. Von 1972 bis 1977 studierte er Bildhauerei an der Fachhochschule Dortmund. Mancke erhielt bereits einige Preise und Anerkennungen, darunter 1988 den Kunstpreis des Kreises Trier-Saarburg, 1989 den "Perron Preis" der Stadt Frankenthal, 1992 den Kunstpreis der zweiten Kleinplastikbienale Hilden und 2000 den Art-Innovation-Kunstpreis, Bremen. Seit 1993 lehrt er an der Europäischen Akademie für bildende Kunst in Trier. Vor der Enthüllung mussten die beiden Minister dem noch unvollendeten Kunstwerk jedoch noch mit Hammer und Schlageisen den letzten Schliff geben. Erst dann zog Boden, nach anfänglichen Schwierigkeiten, zusammen mit einigen Kindern die luxemburgische und die deutsche Fahne vom Denkmal herunterzogen.