Tradition verpflichtet

Die Offensive "Kyllburg dajeh" hat es geschafft, am Wochenende mit dem ersten Hopfenblütenfest die Geschichte rund um die Kulturpflanze neu zu beleben. Denn Hopfen wurde bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Malberg, St. Thomas und Kyllburg angebaut. Zur ersten Kyllburger Hopfenkaiserin wurde Claudia Schneider aus Idesheim gekürt.

Kyllburg. Claudia Schneider ist die erste Kyllburger Hopfenkaiserin. Und das war gar nicht so einfach: "Es gab eine ganze Menge Fachfragen zu beantworten. Zugegeben, ich habe auch gegoogelt, weil ich nicht alles auf Anhieb wusste. Aber das war ja auch nicht verboten", verriet die 23-Jährige. Sie darf ab sofort die Krone aus frischem, grünen Hopfen tragen.
Die Entscheidung fiel erst am Abend. Da hatten sich viele Kyllburger und Gäste an der Fußgängerbrücke über die Kyll getroffen. Geschmückt mit Hopfenpflanzen und mit Hopfengebräu im Glas herrschte eine fröhliche Sommerabendstimmung. Zwischen der Pizzeria "Bella Italia", dem Hotel Müller und dem Gasthaus "Hotel zur Post" herrschte reges Treiben. In den Gesprächen der gut gelaunten Gäste stand natürlich der Hopfen im Mittelpunkt.
Hopfenwanderung am Mittag

Hopfenkaiserin Claudia Schneider. Foto: ARRAY(0xf4c4f218)


Bereits am Nachmittag wurde eine von Bianca Hoffmann aus Malberg geführte Wanderung entlang des Hopfengartenwegs vom Kyllburger Bahnhof zum Hopfenhaus in Malberg angeboten. Die rund 30 Teilnehmer ließen sich über die Geschichte des Hopfenanbaus in der Kyllburger Waldeifel informieren.
Organisator Dietmar Wolf von der Offensive "Kyllburg dajeh" war begeistert: "Das Fest war ein Volltreffer. Wir sind sehr zufrieden. Mehr geht immer, aber es war ein sehr guter Anfang", sagte Wolf.
Er kündigte an, dass es im nächsten Jahre sicherlich ein zweites Hopfenblütenfest geben wird. Dajeh. RH

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