TV-Leser diskutieren über den Ring

TV-Leser diskutieren über den Ring

Die einen hoffen, dass mit dem Innenstadtring der Verkehr in Bitburg rundläuft. Andere befürchten, dass dann Chaos ausbricht. Das Konzept, das Mitte Juli eingeführt wird, spaltet auch die TV-Leser in Befürworter und Gegner.

Bitburg. Der Ring kommt: Das ist beschlossene Sache. Der Stadtrat hat die Planung für die Testphase in seiner Sitzung vergangene Woche abgesegnet (der TV berichtete). Ab Mitte Juli soll der Verkehr für ein Jahr auf einem Einbahnstraßenring um Bitburgs Innenstadt geführt werden. Ob das aber eine runde Sache ist, bezweifeln nicht nur einige Ratsmitglieder, sondern auch TV-Leser, die sich an der Diskussion um den Ring beteiligen.
Es gibt - in der Politik, wie auch unter den Lesern - viele, die sich von dem Einbahnstraßensystem Vorteile versprechen - etwa, dass sich der Verkehr dann nicht mehr wie heute an der Kreuzung Zangerles Eck, wo Trierer Straße sowie Karen- und Borenweg aufeinandertreffen, staut. Andere wiederum befürchten, dass an einigen Stellen mit dem Einbahnstraßenring Chaos ausbricht.
Rundfahrt dauert zwei Minuten


Gut zwei Minuten würde ein Autofahrer nach Angaben der Verkehrsplaner brauchen, um einmal auf dem Einbahnstraßenring rund um die Innenstadt zu kurven. Der Ring wäre 1300 Meter lang und würde linksherum vom Borenweg über Denkmalstraße und Römermauer zum Karenweg führen (siehe Grafik).
An welchem Tag genau die einjährige Testphase für den Ring beginnt, steht noch nicht fest. Zuletzt war Dienstag, 16. Juli, im Gespräch. Also in jedem Fall erst nach dem Folklore-Festival, das bis einschließlich Montag, 15. Juli, für Programm und auch Verkehrssperrungen in Bitburgs Innenstadt sorgt.
Brigitte Epper (Bitburg): "Den in Bitburg geplanten Innenstadtring halte ich für sinnvoll. Mit dem Ring entstehen geschäftsnahe Parkbuchten, die sehr wichtig sind, um Innenstädte am Leben zu halten. Außerdem ist der fließende Verkehr bei weitem nicht so störend wie der ruhende Verkehr zwischen zwei Ampeln. Ökologisch gesehen ist es unbedingt nötig, den Innenstadtring umzusetzen."

Nadine Bretz (Berkoth): "Ich finde diese Idee super. Bitburg ist meiner Meinung nach schon jetzt eine Stadt, in der der Verkehr sehr gut geplant ist. Dazu tragen beispielsweise die vielen Kreisverkehre bei. Die einzige Schwachstelle ist die Ampelkreuzung an der Trierer Straße und der Bereich am Krankenhaus entlang. Die Ampel staut den Verkehr, der ansonsten sehr flüssig fließt. Rund um Schule und Krankenhaus ist die Straße eng und unübersichtlich, was bei dem Betrieb zu Schulanfangs- und Schul endzeiten sehr gefährlich ist. Das Einbahnstraßen-System wird die Situation verbessern. Einen minimal weiteren Weg zum Arbeitsplatz oder zu den Geschäften sollte in Kauf genommen werden, wenn das Gesamtprojekt stimmt. Wir fahren heutzutage so viel mit dem Auto, da macht ein Kilometer mehr auch nicht so viel aus."

Otmar Thielen (Gondorf): "Der geplante Innenstadtring macht in meinen Augen in dieser Form absolut keinen Sinn. Man sollte das Einbahnstraßensystem auf den Karenweg und die Trierer Straße begrenzen, da die anderen Straßen in keiner Weise mit dieser Wegführung kollidieren. Stellt man sich vor, man kommt aus der Saarstraße und möchte in den Karenweg, könnte man immer noch über die Brodenheckstraße fahren, wenn man nicht den Umweg durch den Innenstadtring in Kauf nehmen will. Was ich mich zudem bei dem Konzept frage, ist: Wie soll denn der Verkehr von der Dauner Straße in die Hauptstraße zu den stark frequentierten Parkplätzen bei der Liebfrauenkirche hin und zurückgeleitet werden? Gerade um die Mittagszeit ist mit Einführung des Rings an dieser Stelle ein Verkehrs-Chaos zu befürchten." scho
Was halten Sie vom Innenstadtring? Ist das Konzept sinnvoll, weil dann der Verkehr in Bitburgs Innenstadt rundläuft, oder fürchten Sie, dass mit dem Einbahnstraßenring alles sogar noch viel schlimmer wird? Was sind Stellen, die Sie jetzt problematisch finden und die Ihrer Ansicht nach durch den Ring entschärft werden; was sind Stellen, an denen Sie wegen des Rings mehr Probleme befürchten, als es dort heute gibt? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in wenigen Sätzen an
eifel-echo@volksfreund.de
(Name und Wohnort bitte nicht vergessen).

Mehr von Volksfreund