Üben ist notwendig

Zur Debatte um den von Militärflugzeugen verursachten Fluglärm meint dieser Leser:

Wir sind keine "Insel der Seligen" - auch bei uns kann möglicherweise einmal der Schutz aus der Luft notwendig werden. Dann sind es möglicherweise die gleichen Leute, die den Lärm heute kritisieren, die beklagen, dass wir eine milliardenteure Fluggerätemaschinerie unterhalten, und niemand kann sie richtig bedienen. Unsere Luftwaffenpiloten, auch die der anderen Nato-Partner und die Amerikaner in Spangdahlem, müssen lernen, diese hochkomplexen Fluggeräte zu beherrschen und optimal einzusetzen. Sie sind laut, und sie müssen dort üben, wo sie uns schützen müssen. In der Wüste von Arizona bedarf die europäische Bevölkerung kaum des Schutzes aus der Luft.

Wenn wir es wollen, dass uns die italienische Luftwaffe im Streitfall zur Hilfe kommt, dann müssen deren Piloten auch außerhalb der mediterranen Schönwetterzone geübt haben. Auch wir üben in anderen Ländern - ob da hin und wieder übertrieben wird? Sicherlich auch, aber ich unterstelle den Piloten grundsätzlich ein hohes Maß an Disziplin. Sonst wären sie nicht fähig, ein so anspruchsvolles technisches Gerät zu bedienen.

Sicher ist die Bevölkerung im unmittelbaren Umfeld eines Flugplatzes stark strapaziert. Ich habe Verständnis hierfür, aber sie profitiert auch von der Wirtschaftskraft einer solchen Einrichtung. Meines Erachtens ist dies schon ein gewisser Ausgleich, wenn auch nicht für jeden.

Wir leben nicht im Paradies, wir leben in der mitteleuropäischen Wirklichkeit, einem hoch technischen Lebensraum, für dessen Schutz unsere und die befreundete Luftwaffe verantwortlich ist.

Für die Widersacher zu meiner Meinung, ich bin normaler Bürger mit zivilem Beruf ohne die geringste Verbindung zum Militär. Lediglich war ich früher als Soldat im Staatsdienst - auch zum Schutze unserer Bevölkerung. In Monzelfeld, meinem Wohnort, gibt es auch Fluglärm.

Erwin Kunz, Monzelfeld

FLUGLÄRM