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Über die Dörfer: Über die Dörfer: Niedergeckler

Über die Dörfer : Über die Dörfer: Niedergeckler

Niedergeckler (jun) Auf der Suche nach Ruhe und viel Natur stößt man in der Südeifel beispielsweise auf das Dörfchen Niedergeckler.

53 Einwohner zählt der Ort zwischen Obergeckler und Sinspelt. In dem beschaulichen Niedergeckler gestaltet sich das Verlaufen schwierig: Die Anwohner wohnen alle in der Dorfstraße.

Dass es hier sehr schön ist, haben auch schon Niederländer entdeckt. Seit einiger Zeit hat sich ein holländisches Paar um die 60 Jahre in dem kleinen Ort niedergelassen, um seinen Lebensabend in der Südeifel zu verbringen. Doch auch jüngere Menschen zieht es nach Niedergeckler. „Viel Nachwuchs haben wir zwar nicht, aber seit knapp einem Jahr lebt hier eine junge Familie mit einem kleinen Baby“, sagt der Ortsbürgermeister Ewald Böwer erfreut. Die meisten Kinder der hier wohnenden Familien seien inzwischen jedoch schon außer Haus. „Meine Kinder sind jetzt Anfang und Mitte 20 und leben in Trier.“ So gehe es vielen in Niedergeckler, doch Ewald Böwer hofft, dass sich in Zukunft auch vermehrt jüngere Menschen in dem Dorf ansiedeln werden. „Einige Häuser werden in Zukunft einen neuen Besitzer brauchen“, sagt der ehrenamtliche Ortsbürgermeister. Gerade die günstige Lage zu Luxemburg könnte ein Punkt sein, der junge Pendler anzieht. „Außerdem haben wir inzwischen auch wirklich gutes Internet“, sagt Böwer. Im Durchschnitt erreiche man Geschwindigkeiten von 50 000 Kilobytes pro Sekunde, manchmal auch mehr. „Im Juli oder August wird auch noch das letzte Straßenstück mit Glasfaser versorgt.“ Zumindest was die Datenverbindung angeht, legt das ruhige Örtchen also einen Zahn zu.

Manchmal sei es allerdings schwierig bei knapp über 50 Bewohnern die Räte und Gremien neu zu besetzen. „In diesem Jahr sieht es aber noch gut aus“, erzählt Böwer. Auch er selbst wird noch einmal antreten und für eine weitere Legislaturperiode für den Sitz des ehrenamtlichen Bürgermeisters kandidieren. Das Vereinsleben findet eher in den Nachbarorten statt. Dennoch habe man ein Dorfgemeinschaftshaus, das vor einigen Jahren renoviert wurde und in dem die Gemeinderatssitzungen abgehalten und manchmal Geburtstage gefeiert werden. „Vor zwei Jahren hatten wir auch ein Dorffest veranstaltet“, sagt Böwer. Damals hätten sicher 80 Prozent der Niedergeckler daran teilgenommen – vielleicht klappt ein solches Fest in naher Zukunft ja noch einmal.