Über die Dörfer : Wißmannsdorf

(jun) Aus drei Orten einen machen – diese Aufgabe hat man in Wißmannsdorf. Seit 1979 gehören Hermesdorf und Koosbüsch zu Wißmannsdorf und heißen jetzt Ortsteile.

Rund 820 Einwohner leben hier. In etlichen Vereinen können sich die Bürger einbringen. Jeder Ortsteil hat seine eigene Feuerwehr, Karneval wird hier großgeschrieben, genauso wie Fußball und Musik. Neben den Vereinen haben die Jugendlichen in Wißmannsdorf und Koosbüsch je einen Jugendraum. Für die Senioren gibt es einmal im Monat einen Treff mit dem Nachbarort Brecht bei Kaffee und Kuchen, Ausflüge sind auch hin und wieder auf dem Programm.

Natürlich wird auch die Tradition hier groß geschrieben. Maibaumstellen und Hüttenbrennen gehören zum jährlichen Pflichtprogramm, zu dem auch Neuzugezogene gerne eingeladen werden. „Das war ein Ergebnis vom Zukunftscheck Dorf, mit dem wir versuchen, neue Bürger besser einzubinden“, erzählt Ortsbürgermeister Rudolf Winter. Seit 2004 hat er das Amt inne. Das Neubaugebiet in Wißmannsdorf ist fast vollständig belegt. Das neu erschlossene Gebiet in Koosbüsch zieht wiederum neue Leute an. 75 Plätze hat die Kindertagesstätte im Ort, die alle belegt sind. „Wir hoffen, bald auch Kinder unter zwei Jahren betreuen zu dürfen.“

Gleichzeitig tut sich was, wenngleich der Breitbandausbau langsam voranschreitet. Der Straßenbau macht Fortschritte, hier ist man bereits im zweiten Bauabschnitt auf der L7. „Hier bauen wir gleichzeitig den Radweg mit aus, damit die Fahrräder nicht mehr auf der Landstraße fahren müssen.“ Nicht nur Radfahren, auch Wandern ist hier möglich. Dafür sorgen die Wanderfreunde Wißmannsdorf, die sich um die Rundwanderwege kümmern und gemeinsame Wanderungen anbieten.

Langweilig wird es nicht in den drei Ortsteilen. Kirmes, Sport- und Vereinsfeste oder das Oktoberfest, das mit den hier ansässigen Westeifel-Werken veranstaltet wird, bringen das ganze Jahr über gesellige Tage. „Die rund 200 Beschäftigten der Westeifel-Werke sind hier gut integriert, die Erlöse vom Oktoberfest werden auch dorthin gespendet.“
Mit dem weiteren Ausbau des Gewerbegebiets zeigt sich jedenfalls das Potential und Engagement, das Wißmannsdorf an den Tag legt, um für neue und alte Bewohner attraktiv zu bleiben.