Überlegenswert

Die Idee eines Stadtbildes aus einem Guss ist charmant. Sie besticht allein dadurch, dass es nicht unbedingt komplexer Untersuchungen bedarf, um etwas zu erreichen. Es gilt, einfache Fragen zu klären.

Und diese einfachen Fragen machen es so schwer, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Denn die Stadtpolitik hechelt - von den Ereignissen manchmal überrollt - seit Jahren hinter immer neuen Projekten her. Ob Rautenberg-Zentrum, Stadthalle samt Erlebniswelt, Gewerbeansiedlung am Südrand der Kernstadt oder nun neuerlich dem Postplatz: Zu oft werden die Projekte jeweils nur für sich isoliert betrachtet. Ähnlich sieht es bei weniger spektakulären Dingen wie der Frage danach aus, welches Pflaster gelegt werden soll und welche Form die Straßenlampen haben sollen. Dabei heraus kommt ein bunter Stilmix und ein disharmonisches Gesamtbild. Das macht die Stadt austauschbar und alles andere als liebenswert. Vielleicht auch deshalb, weil bisher nicht mit den Pfunden gewuchert wird, die die Stadt hat. Alleine viele Kreisel und eine Vielzahl der so beliebten Wohn- und Geschäftshäuser sind es jedenfalls nicht, die für positive Gefühle sorgen, wenn Einwohner und Besucher an die Stadt denken. h.jansen@volksfreund.de

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