Überlegungen für Bitburger Kita reichen von sanieren bis neu bauen

Kostenpflichtiger Inhalt: Bitburger Kindertagesstätte Liebfrauen : Sanieren oder doch lieber neu bauen?

Die Bitburger Kindertagesstätte Liebfrauen ist zu klein und sanierungsbedürftig. Derzeit ist noch nicht entschieden, ob das Gebäude renoviert oder doch lieber durch einen Neubau ersetzt werden soll.

Lohnt es sich, das Gebäude der Kita Liebfrauen komplett zu sanieren und zu erweitern? Oder wäre es vielleicht sinnvoller, stattdessen eine komplett neue Tagesstätte zu bauen? Würde ein Neubau dann an der gleichen Stelle errichtet oder vielleicht doch besser ganz woanders? Und mit welchen Kosten wäre dabei zu rechnen? Antworten darauf soll in den kommenden Wochen eine Machbarkeitsstudie liefern. Liegt diese vor, haben die städtischen Gremien eine Entscheidungsgrundlage, um dann im nächsten Schritt eine Planung zu beauftragen. Im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr sind dafür jedenfalls schon mal 150♦000 Euro eingeplant.

Sollte die Kita mit ihren derzeit sieben Gruppen und 160 Plätzen in Trägerschaft der Katholischen Kita gGmbH Trier komplett saniert oder aber am gleichen Standort durch einen Neubau ersetzt werden, müssten die Kinder übergangsweise in Containern oder aber einem anderen Gebäude untergebracht werden. Wie Bürgermeister Joachim Kandels kürzlich im Rahmen der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Hauptausschuss erklärte, könnte dabei die Übergangs-Kita auf dem Gelände der Alten Kaserne eine Option sein.

Der Bitburger Unternehmer Wilhelm Notte, der auch für die Liste Streit im Stadtrat und im Bauausschuss sitzt, hatte diese Kita mit drei Gruppen und 75 Plätzen vergangenes Jahr in der ehemaligen Turnhalle eingerichtet und sie danach an die Stadt vermietet. Die Einrichtung mit dem Namen „Abenteuerland“ wurde im vergangenen Herbst als Außenstelle der Kita Altes Gymnasium in Betrieb genommen. Die Einrichtung dient dazu, die Zeit bis zur Fertigstellung der elfgruppigen Kita im Kasernenblock 2001 zu überbrücken. Und danach könnte sie dann eben auch für die Kita Liebfrauen als Ausweichquartier dienen.

Wie die Stadt auf Anfrage erklärt, ist der Mietvertrag mit dem Eigentümer der Übergangs-Kita zunächst bis zum 31. August 2020 befristet und verlängert sich dann automatisch um ein weiteres Jahr, sofern der Vertrag nicht fristgerecht gekündigt wird. Laut Haushalt zahlt die Stadt dafür eine jährliche Miete von knapp 187000 Euro. Allerdings ist die weitere Nutzung nicht nur vom Mietvertrag, sondern auch von der Betriebserlaubnis abhängig. Nach Aussage der Stadt erlischt diese zum 31. Juli 2021. Und genau da ist der Haken.

„Die Möglichkeit der Anschlussnutzung für die Gruppen aus Liebfrauen in der Zeit des Umbaus ist unter anderem von der Erteilung einer weiteren Betriebserlaubnis abhängig“, erklärt dazu Werner Krämer, Pressesprecher der Stadtverwaltung. Und für die Verlängerung dieser Betriebserlaubnis ist nicht die Stadt, sondern das Landesjugendamt zuständig.

Sollte diese Erlaubnis verlängert werden, könnte die Stadt die Kita Abenteuerland weiterhin als Übergangslösung nutzen. Und das müsste sie auch allein schon mit Blick auf die Kita Alte Kaserne. Denn mit der Fertigstellung des Umbaus, für den rund 8,6 Millionen Euro veranschlagt sind, wird erst in 2022 gerechnet. Erst danach könnte die Übergangs-Kita als Ausweichquartier für einen Teil der Kinder aus der Kita Liebfrauen genutzt werden.

Wobei sich dann auch die Frage stellt, ob es nicht vielleicht auch eine Überlegung wäre, das Abenteuerland nicht nur provisorisch, sondern dauerhaft zu nutzen – sofern das überhaupt möglich wäre. Für die Stadt Bitburg stellt sich diese Frage jedoch nicht.

Zumindest nicht derzeit, wie Krämer mitteilt: „Eine dauerhafte Nutzung der Kindertagesstätte Abenteuerland war von Anfang an nicht geplant und steht aktuell nicht zur Diskussion.“

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