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Umfrage in Bitburg deutet auf Reiselust der aber nicht jeder nachgeht

Corona-Pandemie : Die Reiselust ist da, beschränkt aufs Inland - Umfrage in Bitburg

Die neuen Freiheiten in Sachen Corona-Pandemie machen Reisen in einem bestimmten Umfang wieder möglich. Doch wird das genutzt oder bleiben die Menschen wie im vorigen Jahr beim Motto „Reisen im eigenen Land“? Wir haben uns in Bitburg umgehört.

Die Reisebüros der Region verzeichnen in den vergangenen Wochen einen deutlichen Anstieg an Buchungen. Bereits Ostern dieses Jahres flogen die ersten Urlauber nach Mallorca während in Deutschland weiterhin Lockdown herrschte – ein sehr umstrittenes Thema. Und das ist es noch immer, denn in puncto Inzidenzzahlen, Bewertung als Risikogebiete und auch den in den Urlaubsländern geltenden Corona-Bestimmungen ist weiterhin viel in Bewegung. Erst zum Ende der vergangenen Woche wurde ganz Spanien von Seiten der deutschen Bundesregierung erneut als Risikogebiet ausgewiesen.

Wir haben uns in der Bitburger Fußgängerzone umgehört, wie es in diesem Jahr bei den Eifelern mit ihren Urlaubsplanungen aussieht.

Dabei sind wir auf viele Unentschlossene getroffen und es wurde auch schnell klar, dass der Urlaub in den Süden nichts mehr ist, was jedermann freudestrahlend unter die Nase gerieben wird.

Hildegard Schneider, Seiwerath: „Ich bleibe zu Hause, das ist mir mit der Maske im Flugzeug einfach noch zu viel Aufwand. Wir haben ja eine schöne Eifel hier mit den Maaren, mit den schönen Waldgebieten, man kann wandern, das ist doch wunderbar. Und dann gibt es auch noch die ganzen Burgen.“

Abed Kalaf, Schleid: „Ist halt sehr schwer mit Urlaub. Nach der Pandemie möchte ich nach Bali. Wir müssen jetzt stark bleiben. Es dauert nicht mehr lange. In Bitburg fehlt es leider sehr viel an Attraktionen, an Sehenswürdigkeiten, an irgendwas. In Trier kann man schon viel mehr machen – in Großstädten an sich ist das ja so. Aber für die Leute, die minderjährig sind, noch keinen Führerschein haben, ist es sehr schwierig hier in der Umgebung was zu unternehmen. Wir müssen alle zu Hause bleiben, alle darauf warten, dass die Pandemie zu Ende ist, das ist halt so.“

Erich Grün, Bitburg: „Ich habe im Moment noch nichts gebucht, weil ich mich das noch nicht getraut habe. Aber man kann ja auch hier in der Region einfach zuhause bleiben, die Gegend mal bereisen. Die näheren Ziele einfach mal besuchen. Das hat man eigentlich nie so in dem Sinne gemacht, dass man da einfach auch ein bisschen mehr Wert auf die Region liegt. Was ich besonders toll finde, das sind die Radwege und das Radwegkonzept hier in der Gegend. Also, wenn Sie mal alle die, die angeboten werden, befahren haben, dann geht schon ein ganzer Urlaub drauf. Dann haben Sie 958 Kilometer vor sich. Ich glaube, das reicht für die Zeit.“

Lydia Crames, Bitburg: „Urlaub – ganz spontan. Ich war jetzt sieben Monate in der Kurzarbeit in der Gastronomie, jetzt bin ich wieder voll am Arbeiten, da wird erstmal ein bisschen Geld verdient. Dann wird über Urlaub nachgedacht. Wir werden mal so ganz spontan ein Wochenende hierhin, mal dahin Freunde besuchen, also ganz spontan. Hier in der Eifel gibt es ja auch viel. Hier gibt es Luxemburg, man kann nach Trier fahren, an die Irreler Wasserfälle, dann gibt es die Teufelsschlucht mit wunderschönen Wanderwegen, wir haben den Eifelpark in Gondorf, in Lünebach, einen wunderschöner Tierpark in Daun, in Gerolstein die Kasselburg mit Wolfspark. Wir haben wir rundherum schon einiges, was man sich anschauen kann. Und dann weiter runter an die Mosel, hoch nach Daun, Dauner Maare. Es gibt wirklich vieles, was man machen kann. Und dann haben wir auch noch viele Wanderwege - wir sind letztens gewandert von Ernzen runter nach Cochem, das ist auch toll. Fahrradwege haben wir genug, Schwimmbäder. Man kriegt schon die Zeit gut rum.“

Heike Reschke, Speicher: „Ganz kurz und knapp, wir bleiben zu Hause. Wir haben Tagestouren geplant, Trier ist wunderschön, an die Mosel – wir wohnen wirklich in so einem schönen Gebiet hier. Da können wir auch mal zu Hause bleiben.“

Kathrin und Thomas Jänicke, Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern „Wir sind dieses Jahr, genau wie letztes Jahr, nur im Inland unterwegs. Letztes Jahr waren wir anstelle vom Kaukasus im Hunsrück. Gerade machen wir hier einen Ausflug nach Manderscheid, und heute wollen wir einfach mal die Stadt kennenlernen. Wir sind nur hier, weil wir einen Wanderführer gekauft haben, in dem die 100 schönsten Wanderwege Deutschlands gelistet sind. Dann haben wir gesagt, wir wollen den in Manderscheid kennenlernen und haben uns deswegen da einquartiert. Es war ein sehr, sehr schöner Wanderweg – den können wir wirklich empfehlen!“

Marita Dreckmeyer und Karl Schulz, Aachen: „Wir sind gerade hier im Urlaub. Wir sind um die Ecke in Urlaub gefahren, weil es uns zu kompliziert war ins Ausland zu reisen. Es ist wirklich sehr schön hier, wir sind in Neuerburg untergebracht. Die Wanderwege, die Landschaft, das ist einfach wunderschön. Gerade weil in den Städten wenig offen hat, ist das ja nicht so interessant. Da kann die Region mit ihrer Landschaft wirklich punkten!“