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Umstrukturierung bei den Wasserbetrieben im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Wasserwirtschaft : Betreiberwechsel zum Jahrende

Die Wasserversorgung der VG-Werke Bitburger Land wird ab 2021 auf den Wasserbetrieb des Eifelkreises Bitburg-Prüm übertragen.

Vergangene Woche hat bereits der Werkausschuss der Verbandsgemeinde (VG) Bitburger Land bei seiner Sitzung in Badem dem Vorhaben zugestimmt, am Montag schließlich auch der Kreistag in Irrel. Jetzt fehlt nur der Verbandsgemeinderat, der darüber am 17. Dezember abstimmen wird.

Sollte auch dieser zustimmen, wovon auszugehen ist, wird der Betriebszweig Wasserversorgung der VG-Werke Bitburger Land auf die Wasserversorgung des Eifelkreises (WVEK) übergehen. Für die VG Bitburger Land hat sich dieser Schritt bereits lange abgezeichnet. Auch sechs Jahre nach der Fusion der beiden ehemals eigenständigen Verbandsgemeinden Bitburg-Land und Kyllburg gibt es in der Kommune nämlich noch immer unterschiedliche Zuständigkeiten.

Während die Wasserversorgung im Bereich der VG Kyllburg bereits vor der Fusion auf die Kommunalen Netze Eifel (KNE, Betriebsführerin der WVEK) übertragen worden war, wurde im Bereich der Alt-VG Bitburg-Land die Wasserversorgung zunächst noch komplett in Eigenregie umgesetzt. 2017 erfolgte dann zunächst die Übertragung der technischen Betriebsführung an die Kommunalen Netze Eifel – zunächst aber nur auf Probe.

Vor gut einem Jahr wurde dann schließlich einstimmig beschlossen, einen endgültigen Zusammenschluss der beiden Wasserversorger vorzubereiten.

Ganz reibungslos war dieses Vorhaben trotz der einstimmigen Beschlüsse bislang aber nicht. Denn bereits vor der Übertragung der Geschäftsführung an die KNE hatten Mitarbeiter vom Außendienstpersonal der VG-Werke deutlich gemacht, dass sie mit einem Wechsel nicht einverstanden seien. Zwischenzeitlich hat sich sogar das Arbeitsgericht in zwei Instanzen mit einer entsprechenden Klage befasst, bislang aber ohne Erfolg für die Mitarbeiter.

Wie Werkleiter Christof Lichter in der Sitzung des Werkausschusses erklärte, werde diesbezüglich aber noch an einer gesonderten Lösung gearbeitet. Demnach sollen die Außendienstmitarbeiter, sofern gewünscht, bis zum Ruhestand weiter bei der VG Bitburger Land beschäftigt bleiben und die Personalkosten dann weitgehend von der WVEK übernommen werden.

Im kaufmännischen Bereich soll es ebenfalls keinen Personalwechsel von der VG zum Kreiswasserwerk beziehungsweise den Kommunalen Netzen Eifel geben. Laut Lichter ist das auch nicht erforderlich, da bei den KNE Arbeitsabläufe automatisiert und rationalisiert würden und deshalb kein zusätzliches Personal benötigt werde.