Unabhängig und zeitlos

KELBERG-KÖTTELBACH. Die Modedesignerin Gabriele Umbach-Kellnereit arbeitet in ihrem Studio "Klatschmohn" nach der Devise "Kleidung - unsere zweite Haut" und fertigt zeitlose, individuelle Kleidungsstücke aus Naturfaserstoffen.

Seit Gabriele Umbach-Kellnereit sich vor 25 Jahren in Köln mit "Klatschmohn" selbstständig machte, hat es immer wieder Veränderungen gegeben: Sie ließ sich nach einer Schneiderlehre und einem Modedesign-Studium als Freizeitpädagogin und in der Farb- und Stilberatung professionell ausbilden. Umbach-Kellnereit erweiterte den Radius der Kunsthandwerkermärkte, an denen sie teilnahm, bis Flensburg und Sindelfingen. Und sie verlegte vor zehn Jahren ihren Betrieb in den Kelberger Ortsteil Köttelbach."Nie einem Modetrend nachgelaufen"

"Eine goldrichtige Entscheidung", sagt die in Köln geborene und erzählt: "Ich bin eigentlich ein Kind der Eifel." Einen Teil ihrer Kindheit und viele Wochenenden und Schulferien verbrachte sie mit ihren Eltern in der Nähe der Hohen Acht. Nach Köttelbach kam sie erstmals vor 21 Jahren beim ersten Kunsthandwerkermarkt der Töpferfamilie Serocka. Diesem hat sie bis heute die Treue gehalten. Und noch etwas ganz Grundsätzliches hat sich eben nicht verändert: Gabriele Umbach-Kellnereits Stil, die verwendeten Materialien und die Farbgebung. "Ich bin nie einem Modetrend nachgelaufen," betont sie. Sie fühle sich in erster Linie den eigenen Ideen und Farbvorstellungen verbunden. Dabei spiele es eine wichtige Rolle, ihre Kunden persönlich und typgerecht zu beraten. Umbach-Kellnereit entwirft die Schnitte selbst, schneidet zu und näht. Das eigentliche Markenzeichen von "Klatschmohn" sind die Applikationen. "Hier gebe ich dem Kundenwunsch am ehesten nach," erklärt sie. So sind ihre Kleider von jeder Mode unabhängig und zeitlos, haben aber - etwa durch die Farbe - sehr wohl ein pfiffiges Aussehen. Die Schnitte umspielen den Körper, ganz nach der Devise: "Kleidung - unsere zweite Haut". Umbach-Kellnereit fertigt Hochzeitskleidung für Sie und Ihn und stattet auch Gruppen aus wie jüngst die elf Köttelbacher "Martinssänger" mit Westen aus dunkelrotem Samt. Während ihre Erinnerungen an den Pfingstmarkt in der Nähe von Flensburg noch ganz frisch sind - nur Profis als Aussteller rund um einen historischen Bauernhof -, bereitet sich die Designerin schon auf neue Veranstaltungen vor: "Klatschmohn" ist einer von sieben Betrieben der Initiative "Die Handwerksroute - kreativ durch die Eifel".Erfolgreiches Schneeballsystem

In deren Terminkalender stehen der Trierer Handwerkermarkt an der Porta Nigra am Samstag und Sonntag, 3. und 4. Juli, und vier Wochen später das "Heimspiel" rund um die Töpferei Serocka in Köttelbach. Besonders gern erinnert sie sich an ein Erlebnis beim Handwerkermarkt in Sindelfingen. Eine Besucherin trug einen Mantel aus dunkelrotem Brillantsamt, den sie bei Gabriele Umbach-Kellnereit gekauft hatte. Eine andere Frau war so angetan von dem Kleidungsstück, dass sie die Trägerin ansprach: "Bitte, wo haben sie den gekauft?" Heute gehört sie zur Stammkundschaft von "Klatschmohn" - ein erfolgreiches Schneeballsystem. Infos unter www.klatschmohn-mode.de

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