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Und alles wegen der Trinkerei

Und alles wegen der Trinkerei

Neben den bereits bekannten Vorfällen vom Karnevalswochenende (TV von gestern) hat die Polizei Prüm am Montag noch weitere teils heftige Ereignisse durchgegeben.

So gerieten bereits an Weiberdonnerstag bei einer Karnevalsfeier in der Prümer Markthalle zwei junge Männer aneinander, wobei einer dem anderen auf den Kopf schlug. Ein anderer Besucher schnauzte einen Gast südamerikanischer Herkunft mit den Worten "Scheiß-Ausländer" an. Bei dem Pöbler stellten die Beamten per Schnelltest einen Blutalkoholgehalt von drei Promille fest.

Am gleichen Tag entzogen die Polizisten zwei Autofahrern den Führerschein, weil sie betrunken unterwegs gewesen waren. Zwei weiteren alkoholisierten Fahrern wurden vor dem Start die Autoschlüssel weggenommen.

Vom Nachtumzug in Gondenbrett meldet die Polizei einen zusätzlichen zu dem bereits gestern beschriebenen Fall von Körperverletzung: Ein Feuerwehrmann, sagt Inspektions-Chef Christoph Cremer, habe dort einen jungen Besucher angesprochen, der einen Zaun durch einen Tritt beschädigt hatte. Daraufhin schlug der junge Mann dem Feuerwehrmann aufs Auge. Bei einer Verkehrskontrolle nach dem Umzug wurde außerdem ein weiterer Führerschein entzogen, weil der Mann am Steuer betrunken war.

Einen Schlag ins Gesicht erhielt auch ein pakistanischer Asylbewerber beim Sonntags-Umzug in Lissendorf: Der Mann soll eine junge Frau am Gesäß angefasst haben. Die Frau informierte ihren Vater, der den Angreifer zur Rede stellte und ihm in der anschließenden Auseinandersetzung einen Schlag ins Gesicht versetzte.

Der Umzug in Olzheim, ebenfalls am Sontag, sei zunächst problemlos verlaufen, teilen die Beamten mit. Dann aber habe ein Besucher aus dem Kreis Euskirchen damkt begonnen, andere Teilnehmer anzupöbeln. Der private Sicherheitsdienst wollte den Man wegschicken, dieser aber weigerte sich zu gehen. Die Sicherheitsleute wandten sich an die Polizei, zwei Beamte wollten die Personalien des Besuchers feststellen. Dieser aber, sagt Christoph Cremer, habe sich dagegen so heftig gewehrt, dass alle drei zu Boden gerissen wurden. Eine 50-jährige Polizistin wurde dabei so schwer verletzt, dass sie vorerst dienstunfähig ist. Der Zugbesucher schlug mit der Stirn auf der Straße auf und wurde vom DRK ins Krankenhaus Prüm gebracht.

Nahezu alle Vorfälle, sagt der Prümer PI-Chef, stünden in Zusammenhang mit erheblichem Alkoholkonsum: "Das ist schon erschreckend festzustellen. Wenn der Alkohol nicht im Spiel wäre, wäre das alles in der Form nicht passiert."