Und wächst und wächst

Kontinuität in schwieriger Zeit: Jürgen Schmitz-Hillebrecht ist einstimmig für weitere fünf Jahre als Vorsitzender des Waldbauvereins Daun wiedergewählt worden. Dessen Mitglieder haben mit einem Preisverfall beim Holz sowie langfristig mit dem Klimawandel und dessen vielfältigen Folgen zu kämpfen.

Dreis-Brück/Daun. (mh) Der Waldbauverein Daun, der Zusammenschluss für die Privatwaldbesitzer im Landkreis Vulkaneifel, ist auf einem guten Weg. Im Jahr nach dem Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen, das 2007 gefeiert wurde, wurde die Mitgliederzahl nochmals erhöht: auf 1580. Zusammen verfügen sie über eine Waldfläche von 3600 Hektar. "Wenn man bedenkt, dass jedes Mitglied durchschnittlich nur 0,67 Hektar Wald besitzt, ist eine Steigerung um rund 200 Hektar ein Haufen Holz", sagte Geschäftsführer Josef Braun.

Apropos Holz: Auch die Bilanz des Holzverkaufs 2008 fiel positiv aus. So ließen die Mitglieder 18 000 Festmeter Holz für die Industrie einschlagen, was einem Wert von rund 900 000 Euro entspricht. Hinzu kamen rund 4000 Festmeter Brennholz, was bei durchschnittlich 40 Euro pro Festmeter einem Erlös von 160 000 Euro gleichkommt. Daher fiel Brauns Bilanz für 2008 positiv aus: "Trotz des Absatzeinbruchs am Jahresende hatten wir übers gesamte Jahr gesehen noch relativ ordentliche Preise." So kostete und kostet ein Festmeter Fichtenstammholz zwischen 50 und 65 Euro pro Festmeter. Für Buchenstammholz konnten 80 bis 120 Euro erzielt werden, für Eichenstammholz 170 bis 280 Euro und für die Douglasie zwischen 65 und 80 Euro. Größere Sorgen als der Preis bereiten Braun hingegen der Klimawandel und dessen Folgen.

Der Vorstand des Waldbauvereins Daun: Vorsitzender Jürgen Schmitz-Hillebrecht, Vize und Geschäftsführer Jürgen Braun, die Altmitglieder Alfred Saxler aus Winkel, Manfred Gerard aus Mürlenbach, Ewald Schumacher aus Kirsbach, Alois Keul aus Kerpen, Edgar Stadtfeld aus Meisburg sowie die Neumitglieder Rudolf Michels aus Esch und Karl Fuchs aus Daun.

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