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Unfall auf der B 265: 700 Liter Diesel im Boden

Unfall auf der B 265: 700 Liter Diesel im Boden

Rund 700 Liter Diesel sind bei einem Unfall auf der B 265 beim Forsthaus Schneifel in die Erde versickert. Ein Autofahrer, der von der L 20 auf die Bundesstraße einbiegen wollte, konnte im Schnee nicht mehr rechtzeitig bremsen und schlitterte genau vor einen herannahenden LKW. Bei dem Zusammenstoß wurde der 46 Jahre alte Autofahrer jedoch nur leicht verletzt.

Ormont/Knaufspesch. (ch) Zumindest für die beteiligten Fahrer ist ein Unfall auf der B 265 beim Forsthaus Schneifel relativ glimpflich ausgegangen. Für die Umwelt ist der Schaden jedoch bedeutend größer: Rund 700 Liter Diesel sind in der Erde versickert.

Wie die Polizei Prüm berichtet, wollte ein 46 Jahre alter Autofahrer aus Köln von der L 20 kommend auf die Bundesstraße nach rechts in Richtung Losheim auffahren.

Doch wegen des Schnees konnte er nicht mehr rechtzeitig bremsen und rutschte auf die Bundesstraße - genau vor einen aus Richtung Losheim herannahenden LKW. Auch dieser konnte nicht mehr bremsen und rammte den PKW in die Beifahrerseite. Zum Glück für den 46-Jährigen war der LKW wegen des schlechten Wetters nur sehr langsam unterwegs, so dass der Autofahrer lediglich einige Schnittwunden erlitt und nach kurzer Behandlung wieder nach Hause geschickt werden konnte. Der LKW-Fahrer blieb unverletzt. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf rund 50 000 Euro.

Die Straße musste wegen des Unfalls nur kurzfristig gesperrt werden, so dass nach Angaben der Polizei der Verkehr nur gering beeinträchtigt wurde.

Feuerwehr kann nur 450 Litern sichern



Gravierender ist, dass bei der Kollision der Dieseltank des Lastwagens beschädigt wurde und große Mengen des Treibstoffs ausgelaufen sind. Die Feuerwehr hatte noch versucht, den Diesel abzupumpen, doch wegen der Größe des Lecks und der langen Anfahrt konnte sie nur rund 450 Liter Diesel sichern. Die restlichen rund 700 Liter aus dem Tank versickerten in der Erde.

Jetzt muss die untere Wasserbehörde entscheiden, ob die betroffene Erde ausgebaggert werden muss. Daher wollen sich Vertreter der betroffenen Behörden heute Morgen an der Unfallstelle treffen, um über die weiteren Maßnahmen zu beraten.