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Unfall in der Chemiestunde: Prümer Schüler verletzt

Unfall in der Chemiestunde: Prümer Schüler verletzt

Bei einem Experiment im Chemieunterricht haben am Dienstagmittag zwei Schüler des Regino-Gymnasiums Prüm Brandverletzungen erlitten. Einer der beiden wurde in eine Spezialklinik in Aachen geflogen.

Prüm. Dienstagmittag, sechste Stunde am Regino-Gymnasium Prüm: Die Schüler einer zehnten Klasse haben gerade Chemieunterricht, einer von ihnen experimentiert mit einer Flüssigkeit in einem Reagenzglas.
Dann gerät das Gemisch plötzlich in Brand - und fällt nach Auskunft der Polizei Prüm vom Tisch und vor einem zweiten Jugendlichen auf den Boden. Die Flammen verletzen den 16-Jährigen an Füßen und Unterschenkeln, sein gleichaltriger Klassenkamerad wird leicht an der Hand verletzt.
Gegen 12.50 Uhr erreicht der Alarmruf aus dem Schulsekretariat die Rettungsdienste: Notärztin, DRK, Feuerwehr und Polizei fahren zur Schule im Stadtzentrum. Die Jugendlichen sind zu diesem Zeitpunkt bereits vom Chemielehrer, einer Referendarin, von Schulsekretärin Inge Kockelmann und Direktor Albrecht Petri erstbehandelt worden. Danach übernehmen die Einsatzkräfte: "Die Schüler wurden direkt versorgt. Innerhalb von drei Minuten war die Notärztin da", sagt der stellvertretende Direktor Stephan WelkerNicht lebensbedrohlich


Wichtigste Nachricht: Keiner der beiden Schüler aus der Verbandsgemeinde Prüm wird lebensbedrohlich verletzt. Für die Wehr ist wenig zu tun - außer der Absicherung des Schulhofs, auf dem die Rettungsdienste ihrer Arbeit nachgehen: Das Feuer im Chemiesaal ist längst von Schülern und Lehrern gelöscht.
Der Junge mit der Brandwunde an der Hand kommt nach kurzer Behandlung an Ort und Stelle ins Prümer Krankenhaus und ist am Nachmittag bereits wieder auf dem Heimweg.
Für seinen 16-jährigen Klassenkameraden wird der Rettungshubschrauber angefordert: Die Verletzungen sollen in einer Aachener Klinik von Spezialisten weiterbehandelt werden, damit er möglichst keine weiteren Spuren von diesem Unglück davonträgt. Er ist bei Bewusstsein, ansprechbar und scheint nach dem ersten, schmerzhaften Schreck verhältnismäßig guter Dinge zu sein. "Er zeigte schon wieder Kämpfergeist und sogar Humor", sagt Petri.
Wie es genau zu dem Unglück kam, versucht man nun zu rekonstruieren. "Es ist noch zu früh, um eine definitive Aussage zum Hergang zu machen", sagt der Direktor am Nachmittag. Aber alles werde untersucht. Für heute hat Petri in der ersten Stunde ein Gespräch zwischen der Klasse, dem Chemielehrer und der Leitung angesetzt, um den Schülern "Raum zu geben, ihre Eindrücke zu verarbeiten". Petris vorläufiges Fazit: "Wir können einfach froh sein, dass es so relativ glimpflich ausgegangen ist."