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Unfallserie in der Region reißt nicht ab

Unfallserie in der Region reißt nicht ab

Die Unglücksserie auf den Straßen der Region geht weiter: Bei insgesamt drei Unfällen am späten Dienstag sowie am Mittwoch kam ein Mann ums Leben, ein weiterer schwebt in Lebensgefahr, zwei Autofahrerinnen und drei Kleinkinder befinden sich noch im Krankenhaus.

Bilder der Zerstörung: Bei dem Unglück eines Lieferwagens auf der luxemburgischen N 8 starb ein Mann aus Ferschweiler (links), beim Zusammenstoß zweier Autos auf der B 50 wurden ein Mann lebensgefährlich und eine Frau schwer verletzt. Fotos: Polizei Bitburg,

Brouch/Ferschweiler/Spangdahlem/Badem. Es vergeht kaum ein Tag ohne schweren Unfall in der Region: Ein 32-Jähriger aus Ferschweiler hat am Dienstagnachmittag in Luxemburg zwischen Brouch und Reckingen in der Nähe von Mersch sein Leben verloren. Der Lieferwagen einer luxemburgischen Firma mit vier Insassen war kurz nach 17 Uhr auf der viel befahrenen N 8 unterwegs, als der Fahrer in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Auto verlor. Der Wagen kam ins Schleudern, geriet in den Straßengraben, überschlug sich und blieb auf der Seite liegen. Der Fahrer und zwei Insassen wurden leicht verletzt, der Mann aus Ferschweiler, der rechts auf der Rückbank saß, wurde bei dem Unfall durch das rechte hintere Seitenfenster auf die Fahrbahn geschleudert. Ob er möglicherweise nicht angeschnallt war, darüber konnte die Luxemburger Polizei gestern ebensowenig Angaben machen wie zu der Frage nach der Unfallursache. Die Fahrbahn sei nach Regenschauern schmierig gewesen, hieß es. Im Einsatz waren neben den Rettungskräften und der Polizei auch ein Rettungshubschrauber.

Ebenfalls auf regennasser Fahrbahn kam es am Dienstagabend auf der B 50 zu einem schweren Unfall: Ein 22-jähriger US-Amerikaner vom Flugplatz Spangdahlem fuhr gegen 19.40 Uhr vermutlich mit zu hoher Geschwindigkeit in Richtung Spangdahlem und geriet in Höhe des Spanger Bergs in einer Linkskurve mit seinem Wagen ins Schleudern. Er verlor die Kontrolle über sein Auto und stieß mit dem entgegenkommenden Fahrzeug einer 33-Jährigen aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich zusammen. Der Soldat musste mit einer Rettungsschere aus seinem Wagen befreit werden und wurde in ein Trierer Krankenhaus geflogen. Dort kämpfte er gestern noch um sein Leben. "Es sieht nicht so gut aus", sagte Otmar Kaufmann von der Polizei-Inspektion Bitburg auf TV-Nachfrage. Das 33-jährige zweite Unfallopfer wurde schwer verletzt ins Wittlicher Krankenhaus gebracht. Im Einsatz waren das DRK und die Feuerwehr Speicher, die Spangdahlemer Flugplatzwehr, ein Rettungshubschrauber, die Polizei Bitburg, Streifen der Security Police und die Straßenmeisterei.

Ein weiterer Unfall ereignete sich am Mittwoch gegen 9.45 Uhr auf der L 38 bei Badem. Eine 24-Jährige, ebenfalls aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich, war mit ihrem zehn Monate alten Baby und zweijährigen Zwillingen in ihrem Auto Richtung Dudeldorf unterwegs, als sie ausgangs einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abkam und im Straßengraben auf einen Kanaldeckel stieß, woraufhin das Auto in einer Hecke landete. Alle vier Insassen wurden ins Wittlicher Krankenhaus gebracht, über die Schwere ihrer Verletzungen konnte die Polizei gestern keine Auskunft geben. "Gott sei Dank waren die Kleinkinder gut gesichert", sagte Kaufmann. Die Unfallursache stand gestern Nachmittag noch nicht fest, allerdings soll die Frau nicht zu schnell gefahren sein. Im Einsatz waren das DRK Bitburg und die Bitburger Polizei.