Ungeahnte Blicke auf die Eifel

Ungeahnte Blicke auf die Eifel

PRÜM. (js) Vier auf einen Schlag: Eine Wandergruppe des Eifelvereins Prüm hat sich aus Anlass des Deutschen Wandertages auf Schusters Rappen durch vier Täler der Umgebung gemacht.

Die Unternehmung ist gewiss keine leichte Übung - bei Temperaturen um die 30 Grad. Dennoch ist für die Wanderführer Ulrich Fromm und Michael Hockertz die Welt völlig in Ordnung - ein Wanderer kennt kein gutes und kein schlechtes Wetter. Hauptsache, es macht Spaß, zudem bietet die abwechslungsreiche Route genügend schattige Plätzchen. Last oder Lust bei diesen Temperaturen? "Beides", äußert Wilhelm Fink aus dem oberschwäbischen Ravensburg, "die Schwüle ist schon enorm. Dennoch wurden wir mit tollen Aussichten belohnt". Glück für die Wandergruppe: Ein drohendes Gewitter verzieht sich Richtung Norden. Für 44 Wanderer bietet sich Gelegenheit, die Heimat einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, nicht von der Straße, nicht aus dem Ballon. Ungeahnte Blicke, neue Sichten und bis dato unbekannte Fakten: die Route führt teils über die alte Bahnlinie Prüm - Pronsfeld, durch vier Täler hinein ins Wacholderschutzgebiet und schließlich zum Explosionskrater auf dem Kalvarienberg. Prüm-, Mehlen-, Möhn- und Heisterbachtal - alle Eifeltäler haben ihre besonderen Reize. Ganz nebenbei erfährt der Naturfreund Details zum Bleibergbau, zum Schutz der Wacholderhecken und zum Explosionsereignis von 1949 in Prüm. Natürlich muss bei der Sommerhitze reichlich getrunken werden. Feste Kost braucht es nicht, denn im Schminnes-Hof in Herscheid wartet eine üppige Vesper auf die Wandergesellen. Der Abschluss ist auf dem Prümer-Sommer-Platz. Hier darf nun auch ein frisches Pils gekostet werden, Lohn für sechs Stunden Durchhaltevermögen in brütender Hitze.

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