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"Unsere Vision wird Realität"

"Unsere Vision wird Realität"

Aufwind nach Gegenwind: Einfach war es für Axel Simon und Michael Billen nicht immer, sich für die Entwicklung des Bitburger Flugplatzes zum Industrie- und Frachtflughafen starkzumachen. Aber aufgegeben haben die beiden Vorkämpfer nie. Zu wichtig ist ihnen das Anliegen, die vorhandene Infrastruktur zu nutzen, um Arbeitsplätze in der Eifel zu schaffen.

 Michael Billen. TV-Foto: Archiv
Michael Billen. TV-Foto: Archiv
 Axel Simon. TV-Foto: Archiv
Axel Simon. TV-Foto: Archiv

Hunderte Millionen Euro will Frank Lamparski in den nächsten Jahren in den Flugplatz investieren, um ihn zum Industrie- und Frachtflughafen auszubauen - Personenflug inklusive, der "Bit-Airport". Mit rund 40 Prozent ist der Luxemburger Unternehmer in die Flugplatz GmbH eingestiegen - und er will noch erhöhen. "Das ist die Grundsteinlegung zur Privatisierung des Flugplatzes", sagt Michael Billen, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flugplatz GmbH. Er ist von den neuen Pläne natürlich nicht überrascht. Das Ganze ist von langer Hand vorbereitet. Kurz nachdem die Instrumentenflug-Genehmigung Ende 2008 auf dem Tisch lag, kam der Kontakt zu Lamparski zustande. "Seine Pläne sind ehrgeizig. Aber ich halte sie für umsetzbar und auch für wirtschaftlich darstellbar", sagt Billen, der in Sachen Flugplatz schon viel Schelte hat einstecken müssen: "Zumindest kann uns nun keiner mehr Steuergeld-Verschwendung vorwerfen."

Billen musste oft den Rücken breit machen. Wie auch Axel Simon, Sprecher Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft Flugplatz Bitburg (EBFB) mbH. "Damit geht unsere Vision in die Realisierungsphase über", sagt Simon und erinnert an 1994, als die EBFB gegründet wurde. Damals haben sich die Bitburger Brauerei, die Bauunternehmungen Reichle-Bau Gerolstein und Bader Bitburg sowie der Flugsportverein Bitburg zusammengetan, um dem Flugplatz nach dem Abzug der Amerikaner eine Perspektive zu geben. "Als Unternehmer haben wir uns gefragt, was passiert, wenn mit den Amerikanern Kaufkraft und Arbeitsplätze verloren gehen, und wir hatten die Idee, die flugbetriebliche Infrastruktur zu nutzen. Die Amerikaner haben das ja in einem Top-Zustand übergeben", erinnert sich Simon. "Wir wollten von Anfang an eine Alternative zu Findel entwickeln, weil absehbar war, dass der Luxemburger Flughafen irgendwann an seine Kapazitätsgrenze stößt", sagt Simon. Dass Lamparski auch auf Personenflug - insbesondere Richtung Osteuropa - baut, findet Simon gut: "Die Geschäftsbeziehungen zu Osteuropa werden immer enger."