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Unwetter/Sturm in der Eifel: Feuerwehr in Alarmbereitschaft

Unwetterwarnung : „Hoffen, dass es uns nicht so hart trifft“: Eifelkreis bereitet sich auf Sturm vor

Bis Samstag könnte es kräftig stürmen. Davor warnt der Deutsche Wetterdienst. Und darauf bereiten sich die Einsatzkräfte im Eifelkreis Bitburg-Prüm vor. Aber der Feuerwehrchef hofft auch.

Jürgen Larisch hat in seinen Jahren in der Blaulichtfamilie viel erlebt. „1990, da hatten wir mal einen schlimmen Sturm“, erinnert er sich, als wir ihn fragen, womit man die Unwettermeldungen für den Eifelkreis der kommenden Tage vergleichen könnte. Er relativiert aber auch: „Man muss aber nicht immer alles vorher schon zur Katastrophe machen“, so der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Eifelkreises Bitburg-Prüm.

Unwetter im Eifelkreis: Warnung des Deutschen Wetterdienstes

Blicken wir also zunächst nicht zurück oder spekulieren zu viel, sondern auf das, was wir wissen: Für den Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. Diese gilt ab Mittwoch, 22 Uhr. Demnach kann es in der Nacht zum Donnerstag eine rasche Windzunahme mit orkanartigen Böen oder Orkanböen zwischen 105 und 120 Stundenkilometern im Bergland. Im Tiefland wird unter anderem vor teils schweren Sturmböen zwischen 90 und 110 Stundenkilometern gewarnt. Auch am Donnerstagvormittag könnte es noch zu schweren Sturmböen und orkanartigen Böen kommen. Weitere Orkanböen drohen von Freitag auf Samstag.

Aktuell, erklärt Jürgen Larisch, habe man noch die Hoffnung, dass es die Eifel nicht so stark trifft: „Wir hoffen, dass es ein ‚normales Sturmereignis‘ wird, so der BKI. Einsatzkräfte auf den Sturm vorzubereiten sei deswegen nicht so einfach, weil man nur Ehrenamtliche habe. „Wir haben niemanden bereits in Stiefeln da sitzen, der direkt ausrückt“, erklärt Larisch. Die Kreiseinheiten, sprich die Technische Einsatzleitung, seien jedoch vorinformiert und sollten schon vorher aufpassen, dass sie „je nachdem wo sie sind vielleicht schon ihre Sachen ins Auto packen“. Gleiches gilt für Gefahrstoffzug und Hilfsorganisationen: „Wir stehen da in Kontakt und geben die Infos, die wir von den Wetterdiensten bekommen an die Wehrleiter, THW und Rotes Kreuz weiter“, sagt Larisch, „aber es ist aktuell noch nicht mehr als dass man sagt ‚Passt auf!‘“

Worauf die Bürger achten sollen

Aufpassen sollen auch die Bürgerinnen und Bürger. Auch auf sich selbst. Vor allem, erklärt der BKI, sei wichtig, dass man nur dann das Haus verlasse, wenn es unbedingt nötig sei. Besonders Spaziergänge im Wald sollten vermieden werden. Ein Grund dafür laut Jürgen Larisch: „Wir hatten in letzter Zeit viel Regen. Der Boden ist aufgeweicht, da fallen Bäume leichter um.“

Außerdem solle auf Wettervorhersagen geachtet werden, auch Warnapps sollten installiert sein. Da Wind und Sturm oft mit Stromausfällen gekoppelt sind, sollten zu Hause Dinge wie Kerzen, Taschenlampen, kurbel- oder batteriebetriebene Radios vorhanden sein.