(Update) Nach Brand in Gilzemer Hühnerstall: Ursache: technischer Defekt - 3000 Hühner fallen Flammen zum Opfer

(Update) Nach Brand in Gilzemer Hühnerstall: Ursache: technischer Defekt - 3000 Hühner fallen Flammen zum Opfer

Ein Stall mit 3000 Hühnern ist am Sonntagmittag in Gilzem (Eifelkreis Bitburg-Prüm) komplett abgebrannt. Für die umliegenden Feuerwehren wurde Großalarm ausgelöst. Auslöser des Feuers soll laut Gutachter ein technischer Defekt in der Sortieranlage gewesen sein.

Foto: Agentur Siko
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Update Dienstag, 12. Juli, 16.40 Uhr: Brandermittler der Kriminalpolizei haben die Brandstelle gemeinsam mit einem Brandursachen-Sachverständigen begutachtet. Diese bestätigen, dass das Feuer in der Eiersortieranlage ausgebrochen ist. Wahrscheinlichste Brandursache ist ein Defekt an der Sortiermaschine. Der Sachverständige schließt einen möglichen fahrlässigen Umgang mit offenem Feuer nicht völlig aus. Konkrete Anhaltspunkte gebe es jedoch nicht. Nach Auskunft des Betreibers der Hühnerfarm sind bei dem Brandgeschehen bis zu 3000 Hühner ums Leben gekommen. Erklärbar ist die hohe Zahl der betroffenen Hühner durch ein sehr schnelles Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl und die Ausbreitung der Flammen durch eine gute Frischluftzufuhr.

Update, Montag, 11. Juli, 16.30 Uhr: Nach Angaben der Kripo Wittlich gibt es zwar noch noch keine konkreten Erkenntnisse zur Brandursache. Die mutmaßliche Brandausbruchstelle im Bereich einer Eiersortieranlage und die ersten Angaben des Betreibers der Anlage deuteten aber, so die Polizei, auf einen möglichen Defekt im Bereich der Sortiermaschine hin. Das sei aber noch nicht gesichert. Anhaltspunkte für eine mögliche Fremdeinwirkung lägen der Kripo zumindest nicht vor. Am späten Dienstagvormittag will die Kripo weitere Ermittlungen zusammen mit einem Brandsachverständigen durchführen.

Der Betreiber, der wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden war, ist inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Großeinsatz für viele Wehren

Gegen 12.50 Uhr am Sonntag war ein Notruf eingegangen, dass ein Brand in einem landwirtschaftlichen Betrieb ausgebrochen sei. Für mehrere Feuerwehren aus der Umgebung wurde Großalarm ausgelöst. Schon von weitem war die Rauchsäule über der Hühnerfarm sichtbar.

Der Stall, in dem die Hühner untergebracht waren, war trotz des schnellen Eingreifens der Wehren nicht mehr zu retten, Löscharbeiten waren nur noch von außen möglich, berichtet Joachim Hönel, Pressesprecher der Feuerwehr in der VG Südeifel. Rund 2000 Hühner seien in den Flammen ums Leben gekommen. Die anfängliche Information, alle 4500 Hühner seien im Freien gewesen, als der Brand ausbrach, korrigierte die Feuerwehr später.

Der Stall brannte komplett ab, auch ein Lieferwagen wurde ein Raub der Flammen. Der Besitzer der Hühnerfarm wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Erschwert wurden die Löscharbeiten durch Gasflaschen, die im Stall gelagert wurden. Eine davon explodierte in den Flammen. Gegen 15.30 Uhr waren die meisten Löscharbeiten abgeschlossen. Nach dem Brand fingen die Wehrleute noch viele der umherirrenden Hühner ein, die das Feuer überlebt hatten.

Im Einsatz waren mehr als 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren Gilzem, Eisenach, Alsdorf, Irrel, Niederweis, Meckel, Bitburg, Welschbillig, Newel, Idenheim und Echternach, das DRK aus Bitburg, der Malteser Hilfsdienst aus Welschbillig und die Polizei.

Die Ursache des Brandes, der nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei im Bereich einer Sortieranlage für Eier entstand, stand nach Angaben von Wolfgang Zenner von der Polizei Bitburg am Sonntagabend noch nicht fest, die Kriminalpolizei Wittlich hat die Ermittlungen aufgenommen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 500.000 Euro.

Bereits am Freitagabend war es in einem landwirtschaftlichen Gebäude in Gilzem zu einem Brand gekommen . Ursache war offenbar eine Feuerwerksrakete, die im Dachstuhl des Gebäudes gelandet war. "Wir sehen derzeit keinen erkennbaren Zusammenhang mit dem Brand am Freitag", sagte Zenner gegenüber volksfreund.de

j.e./eib/siko

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