Vandale denkt nicht ans Aufhören

Kostenpflichtiger Inhalt: Zerstörungswut hat bislang rund 5000 Euro Schaden verursacht : Die Vandalismus-Serie in Bitburg reißt nicht ab

Die Polizei hat bislang keine entscheidenden Hinweise zur Ergreifung des Kanaldeckelwerfers bekommen. Die Reihe von Sachbeschädigungen in Bitburg geht aber weiter: Vergangene Woche wurde wieder ein Auto beschädigt.

Ein unbekannter Täter geht seit etwa zwei Wochen in Bitburg auf Zerstörungstour. Etliche Autoscheiben und ein Schaufenster hat der Vandale bereits zertrümmert und dabei laut Polizei mehr als 5000 Euro Schaden verursacht. Doch ein Ende der Serie ist nicht in Sicht. Vergangene Woche, meldet die Inspektion Bitburg jetzt, hat der Vandale erneut zugeschlagen.

Am Freitagmorgen, 29. November, findet ein Bürger das Fensterglas seines Autos beschädigt vor. Neben dem in der Josef-Niederprüm-Straße geparkten Wagen liegt ein Begrenzungspfosten. „Der Verdacht liegt nahe, dass jemand den Pfahl aus der Straße gerissen und ihn in die Scheibe geworfen hat“, sagt Dienststellenleiter Christian Hamm.

Die Tatorte in Bitburg. Foto: TV/Schramm, Johannes

Es ist der fünfte Vorfall in einer Serie von Sachbeschädigungen, die die Beamten derzeit besorge, wie der Polizeichef es ausdrückt.

Das Muster ist immer ähnlich: Der Täter nimmt einen Gegenstand und zerschmettert damit eine Glasscheibe. Meist hat er bislang die Ablaufgitter von Kanälen benutzt. Doch er scheint bei der Wahl seiner Mittel auch Ästen, Pflastersteinen oder eben Begrenzungspfosten nicht abgeneigt zu sein.

Dass Diebe solche Scheiben einwerfen, um sich Zugang zu Autos oder Gebäuden zu verschaffen, ist nicht neu. Auch komme es immer wieder vor, dass Jugendliche sich einen Spaß daraus machten, Kanaldeckel auszuhebeln, sagt Hamm.

Doch in all den von der Polizei erfassten Fällen kam es nicht zu Einbrüchen. Gestohlen wurde nichts. Das Motiv hinter den Aktionen scheint also nicht etwa Gier oder Geldnot zu sein, sondern pure Zerstörungslust.

Unterwegs war der Täter zwar meist nachts. Am 26. November flogen aber auch bei Tageslicht Pflastersteine und Kanaldeckel und brachten lautstark Glas zum Splittern. Gesehen hat den Unbekannten bei den Taten trotzdem offenbar keiner.

Jedenfalls, sagt Christian Hamm, seien bei den Ermittlern bislang keine brauchbaren Hinweise eingegangen. Der Dienststellenleiter hofft weiterhin auf Hilfe aus der Bevölkerung. Noch besser wäre es allerdings, sagt der Polizeichef, den Unbekannten auf frischer Tat zu ertappen.

Daher plane die Polizei nun, in der Stadt verstärkt die Augen offenzuhalten und verdächtige Personen zu kontrollieren – auch am Weihnachtsmarkt, der kürzlich eröffnet wurde.

Umso mehr Streifen in Bitburg Präsenz zeigten, desto eher, ist sich Hamm sicher, werde der Kanaldeckelwerfer den Beamten ins Netz gehen.

Hinweise zu den Vorfällen nimmt die Polizei Bitburg weiterhin unter Telefon: 06561/96850 entgegen.