Variante fünf für mehr Einkauf in Bitburg

Variante fünf für mehr Einkauf in Bitburg

BITBURG. Derzeit laufen die Vertragsverhandlungen zwischen Projektentwickler und potenziellen Mietern für das Rautenberg-Zentrum. Auf die Gestalt des Gebäudes haben sich Stadt und Entwickler jüngst geeinigt. Auch das Ausweisen von Baustellen im Bereich Neuerburger Straße ist auf einem guten Weg.

Wieder ein Stück der Realisierung näher ist das Rautenberg-Zentrum gekommen. Bereits vor einigen Wochen war das Volumen-Modell des geplanten Millionen-Projekts auf Zustimmung gestoßen. Nun haben sich Stadträte und Mitglieder des Bauausschusses in einer nichtöffentlichen Sitzung auf das Aussehen des Fachmarktzentrums geeinigt, das im Bereich Rautenberg/Neuerburger Straße entstehen soll (der TV berichtete).Stadt redet mit bei der Gestaltung

Auf zwei Etagen sollen im neuen Einkaufszentrum auf einer Grundfläche von rund 12 000 Quadratmetern unter anderem 8000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen. Auf zwei Etagen werden zudem im künftigen Gebäude Parkplätze für 340 Fahrzeuge entstehen. Die Investitionssumme gibt Projektentwickler Jürgen Kramp von der Projektstruktur GmbH mit rund 25 Millionen Euro an. Fünf Varianten waren von Kramp und einem städtischen Gestaltungsausschuss erarbeitet worden. Außerdem hatten Vertreter eines Bitburger Planungsbüros mit am Tisch gesessen. "Die Zusammenarbeit war befruchtend und konstruktiv", sagt Kramp. Die in der Sitzung angenommene Variante fünf müsse nun noch leicht verändert werden, da es in letzter Minute noch Änderungswünsche gab. "Es wird Naturstein verwendet, und es wird mehrere Gebäudeteile geben", nennt Kramp einige Eckpunkte. Richtung B 51 soll sich das Zentrum mit einem runden Abschluss und großen Glasflächen präsentieren. Um den Eindruck zu vermeiden, dass das Zentrum nur ein großer Klotz ist, wird die Fassade an der Neuerburger Straße durchaus abwechslungsreich gestaltet. Richtung Innenstadt ist ebenfalls eine gestaltete Fassade geplant, die als Verbindung Richtung Fußgängerzone gedacht ist. Sind sich Stadt und Entwickler auch über die äußere Form fast einig, so sind die Namen der zukünftigen Nutzer noch nicht spruchreif. "Wir stehen in Verhandlungen, und es wird geprüft", sagt Kramp. Gerade diese Prüfungen durch die potenziellen Mieter seien ein langwieriges Unterfangen. Ob sich, wie früher ins Gespräch gebracht, ein Edeka-Supermarkt (4000 Quadratmeter Verkaufsfläche), ein Elektrofachmarkt (1500 Quadratmeter), C &A (1000 Quadratmeter), Adessa (300 Quadratmeter) und NKD (300 Quadratmeter) ansiedeln, ließ der Projektentwickler offen. Als mögliche Mieter waren zudem ein Geschenkartikel-Geschäft, ein Fitness-Studio (1350 Quadratmeter), die Firma Ludwig Görtz Schuhe (500 Quadratmeter) und der Drogeriefachmarkt Rossmann genannt worden. Hinzu sollten laut früheren Aussagen noch ein Jeans-Shop (250 Quadratmeter) sowie ein Gastronomiebereich mit insgesamt 200 Quadratmetern Nutzfläche kommen. Ebenfalls gute Fortschritte macht die geplante Ausweisung von Bauland im Bereich der Neuerburger Straße. "Die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern laufen", sagt Jürgen Kramp. Rund 30 bis 40 Baustellen könnten dort in einem schmalen Streifen entstehen. Damit wäre eine Bedingung erfüllt, die der Stadtrat an sein "Ja" zum Rautenberg-Zentrum geknüpft hatte: Das Fachmarktzentrum darf nur dann gebaut werden, wenn der Grundstücksbesitzer Flächen für die Ausweisung eines Baugebiets in unmittelbarer Nähe bereitstellt. Diese Bedingung wurde zwar akzeptiert. Es bedurfte jedoch eines klärenden Gesprächs zwischen Stadt und Grundstücksbesitzer, ehe die Planungen für das Baugebiet richtig in Schwung kamen. Für den Bereich des Rautenberg-Zentrums wird vermutlich frühestens Ende des Jahres der Bebauungsplan vorliegen. Die Bauarbeiten würden dann vermutlich im Frühjahr 2007 beginnen. Ende 2007/Anfang 2008 könnte dann zur Eröffnung geschritten werden.