Vennbahn-Radweg eröffnet

Der längste Bahntrassenradweg Europas ist am Dienstagmorgen in St. Vith (Belgien) offiziell eröffnet worden. Über 125 Kilometer verbindet der Vennbahn-Radweg Aachen mit dem luxemburgischen Troisvièrges, immer entlang der deutsch-belgischen Grenze durch das Hohe Venn.

Rund 14,5 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert, den größten Anteil stemmten die Wallonie mit 5,9 Millionen Euro und die Europäische Union mit knapp vier Millionen Euro. Von deutscher Seite kamen 3,2 Millionen Euro.

Isabelle Weykmans, Ministerin für Tourismus der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) Ostbelgiens, sprach von einem wichtigen Meilenstein für die touristische Entwicklung der Eifel-Ardennen-Region. Die Vennbahn sei ein gelungenes Beispiel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb Europas., von der alle Seiten profitierten. Sie hofft, dass der Radweg der Region neue Impulse im Tourismus verleiht. Helmut Etschenberg, Städteregionsrat aus Aachen sieht Eifel und Ardennen "auf dem Weg zur Naturerlebnisregion Nummer eins in Westeuropa". Man sei stolz, nun eine Strecke von der Kaiserstadt Aachen zur Europastadt Luxemburg vorweisen zu können.

Marco Schank, Beigeordneter Minister für Infrastruktur Luxemburgs, sieht in der Vennbahn das Rückgrat einer ganzen Reihe von Radwegen auf ehemaligen Bahntrassen, die zusammen ein engmaschiges Netz ergäben. Darauf setzt auch Frédéric Razée vom Ministerium für öffentliche Arbeiten der wallonischen Regierung große Chancen. Denn schon bald sollen weitere Verbindungen folgen, so hätten auf deutscher Seite die Arbeiten begonnen, den Kylltalradweg von Jünkerath bis zur belgischen Grenze zu bauen, der später über Bütgenbach mit dem Vennbahnradweg verbunden werden soll. Eine zweite Verbindung besteht bereits in Steinebrück, wo der Eifel-Ardennenradweg in Richtung Prüm anschließt.

Auch die Touristiker der Eifel setzen große Hoffnungen in die neue Radwegverbindung. Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, verglich den Vennbahnradweg mit dem Eifelsteig. Als Leuchtturm könne dieser für den Radtourismus das werden, was der Eifelsteig für den Wandertourismus sei. ch