Verdienter Landwirt

BITBURG. (har) Limbourgs Garten und die Villa Limbourg kennt man heute noch. Doch wer war Johann Peter Limbourg, der einer Straße seinen Namen gab? Das Bitburger Stadtarchiv gibt Auskunft.

Die Villa Limbourg und Limbourgs Garten haben nichts mit irgendwelchen Verbindungen Bitburgs und der niederländischen Provinz zu tun. Sie erinnern vielmehr an die angesehene Familie Limbourg. Johann Peter Limbourg hat es sogar zum Ehrenbürger gebracht. Nach ihm wurde auch eine Straße benannt. Laut Stadtarchiv Bitburg wurde Johann Peter Limbourg 1820 in Bitburg geboren. Er war der Sohn des "Gutsbesitzers und Posthalters" Peter Josef Limbourg, heißt es in alten Quellen. Das große landwirtschaftliche Anwesen der Familie befand sich in der Straße "Am Limbourghof", der heutigen Josef-Niederprüm-Straße. "Johann Peter Limbourg, der den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie erbte, war von 1850 bis zu seinem Tode (1905) Mitglied des Stadtrats, viele Jahre auch Mitglied des Bitburger Kreistags, des Kreisausschusses; längere Zeit wirkte er als Kreisdeputierter", teilt das Stadtarchiv mit. Seit 1862 leitete er als Direktor die Lokalabteilung Bitburg des Landwirtschaftlichen Vereins, der im 19. Jahrhundert in Bitburg eine wichtige Rolle spielte. Besondere Verdienste erwarb sich Limbourg durch seinen Einsatz für die Errichtung der Höheren Landwirtschaftsschule, des späteren Gymnasiums. Auch machte er sich um die Förderung der Landwirtschaft im Kreis und um den Anschluss der Stadt Bitburg an das Eisenbahnnetz verdient. Den Bau der Strecke von Erdorf nach Bitburg - inzwischen im Besitz der Stadt - erlebte Johann Peter Limbourg allerdings nicht mehr. Limbourg starb am 5. Dezember 1905 in Bitburg. Zuvor im gleichen Jahr hatte die Stadt Bitburg die Ehrenbürgerrechte an Limbourg verliehen. Limbourg war laut Archiv der zweite Bürger, dem diese Ehre nach Nikolaus Thilmany angetragen wurde.

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