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Verein Musica fördert Projekt in Jugendheim

Musikprojekt : Wenn Töne für Halt sorgen

Neugierig beäugt Anthony die fünf neuen Instrumente, die der Verein Musica dem St.-Vinzent-Haus in Speicher, einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe, gespendet hat. Der Dreizehnjährige nimmt sich des Keyboards an: „So was ist richtig teuer“, sagt er mit leuchtenden Augen. Bis vor kurzem hatte der Schüler keinen Bezug zu Instrumenten. Inzwischen kann Anthony schon etwas fachsimpeln: Er weiß, wo verschiedene Töne auf den Tasten liegen und kennt die Tücken eines Gitarren-Griffbretts. „Wenn ich spiele, mag ich manchmal gar nicht mehr aufhören.“ Er und acht weitere Mitstreiter nehmen seit den Herbstferien an dem Musikprojekt teil. Einmal wöchentlich kommt ein Lehrer der Musikschule Spiel mit ins Speicherer Jugendheim. Zunächst wird der Rhythmus geklatscht, dann steigt der Schwierigkeitsgrad und die Melodie kommt hinzu. Takt für Takt entsteht in der Gruppe ein Lied. „Die Jugendlichen können die Instrumente auch wechseln. Das läuft ganz intuitiv und ungezwungen“, erklärt Klaus Behütuns-Steffens, Geschäftsführer der Musikschule und Vereinsvorsitzender. Anne Schröder, die sich seit dem Tod ihres Mannes dafür einsetzt, Kindern eine kulturelle Bildung zu ermöglichen (der TV berichtete), und seitdem mit dem Verein Musica Projekte – unter anderem auch in der Trierer Villa Kunterbunt – fördert, stimmt ihm zu. „Wir möchten Jugendlichen in besonderen Lebenslagen Stabilität geben.“ Nichts müsse, aber alles sei möglich. „Vielleicht kann die Gruppe eines Tages ein paar Lieder auf einem Fest präsentieren.“

Mehr Infos unter musica-kids.de