Vereinigung der Kampfkünste

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Beim Weltmeisterschaftskampf der Mixed Martial Arts in der Prümer Karolingerhalle hat der Franzose Yahya Lalane seinen Gegner, Levi da Costa, vorzeitig durch K.o. in der zweiten Runde besiegt.

Prüm. (lk) Respektvoller Umgang trotz harten Kampfstils: In der Prümer Karolingerhalle sind Wettkämpfe in der Amateuer- und Profiliga der "Shido Mixed Martial Arts" (MMA) ausgetragen worden. Kämpfer aus Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Brasilien traten gegeneinander an. Höhepunkt war der Kampf um den Weltmeistertitel. Der Franzose Yahya Lalane siegte gegen den Brasilianer Levi da Costa nach technischem K.o. in der zweiten Runde.

"Es ist der härteste Wettbewerb im Kampfsport überhaupt", sagen Peter Angerer und Jörg Lothmann, die Ausrichter des Turniers.

Die MMA zeichnen sich dadurch aus, dass sieTechniken aus sämtlichen Kampfkünsten vereinen. Auf diese Weise entsteht eine neue Kunst, die in der Anwendung allen anderen überlegen ist. "Die Ganzheitlichkeit, die Effektivität und dass es kein feststehendes System ist, sondern sich ständig entwickelt, machen den Reiz daran aus", sagt Ringrichter Peter Angerer, der selbst ehemals zweifacher Weltmeister in den MMA war. Angerer erklärt die Regeln des Wettbewerbs: "Im Ring ist jede Technik erlaubt, solange sie fair ist und den Kämpfer nicht ernsthaft verletzt." Die Vielfalt an Aktionen ist auch für den Zuschauer attraktiv. Jedoch kann ein Kampf unter Umständen schon nach 20 Sekunden zu Ende sein.

Die Mixed Martial Arts sind als Wettkampf vielfach umstritten. Die geäußerte Kritik ist, MMA seien zu brutal. Gegen solche Vorwürfe wehrt man sich bei dem Turnier in Prüm. "Im Kampfsport lernen junge Menschen Selbstbewusstsein und Achtung gegenüber anderen", sagt Angerer. Auch Jörg Lothmann hält die Kritik für unberechtigt: "Die Verletzungen sind nicht schwerer als beim Boxen."