Verjüngungskur für alten Sportplatz in Irrel

Infrastruktur : Verjüngungskur für alten Sportplatz in Irrel

Die Zentrale Sportanlage in Irrel ist in die Jahre gekommen. Auf dem Belag wuchert das Unkraut. Das Wasser fließt nur noch schlecht ab. Deshalb war der Platz jetzt Thema im Ausschuss.

Das kennt man: Da regnet es mal ein paar Wochen kräftig, und schon verwandelt sich der schön gepflegte Rasenfußballplatz in einen Schlammacker und muss für den Spielbetrieb gesperrt werden. Das Grün braucht dann eine Pause, um sich zu regenerieren. Doch nicht nur Rasenplätze sind empfindlich. Auch ein Hartplatz kann leiden. Nämlich  dann, wenn er zu wenig bespielt wird, wie zum Beispiel der Platz in Irrel. Doch das ist nicht das einzige Problem, an dem er krankt.

„Der Hartplatz ist ein Stück weit abgespielt, die Drainagen sind verstopft und ein neuer Belag muss aufgebracht werden“, sagt Moritz Petry, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Südeifel. Der Platz ist Teil der Zentralen Sportanlage und die ist im Besitz der VG. Neben der Anlage in Irrel besitzt die VG noch eine in Mettendorf.

Gebaut wurden die Zentralen Sportanlagen in den 70er Jahren. In Mettendorf wurde die Anlage neben der damaligen Hauptschule angelegt. In Irrel befindet sich der Platz neben der heutigen Grund- und Realschule plus. Und „zentral“ heißen sie deshalb, weil sie über die Grenzen des Ortes hinaus genutzt werden, also auch von den Vereinen der umliegenden Dörfer.

Doch mittlerweile gibt es weniger Fußballmannschaften. Stattdessen werden zusammen mit mehreren Orten Spielgemeinschaften gebildet. Auch das Trainingsverhalten habe sich verändert, beobachtet Petry: „Die Vereine haben zum Teil durch die Spielgemeinschaften mehrere Plätze, die sie bespielen können. Oder sie trainieren im Winter in der Halle, fahren nach Neuerburg auf den neuen Kunstrasenplatz oder gehen zum Fitnesstraining ins Studio. Es ist nicht mehr unbedingt interessant, auf den Hartplatz zu gehen.“

Und im Sommer wird er wenig genutzt, weil dann die Rasenplätze an erster Stelle stehen. Doch das hat Folgen. Auf dem Belag hat sich das Unkraut breit gemacht. Das Hochwasser hat die Drainagen überfordert, Abflüsse sind verstopft. „Natürlich wünschen sich die Sportvereine heute alle einen Kunstrasenplatz - doch da ist die Finanzierung völlig ungeklärt“, sagt Petry. Teuer würde es auf jeden Fall werden. Ein Kunstrasenplatz koste rund 1,2 Millionen Euro, sagt der Bürgermeister.

Um den Hartplatz in Irrel wieder in Schuss zu bringen werden voraussichtlich 50 000 Euro benötigt. Denn ganz verabschieden möchte sich die VG von der Zentralen Sportanlage nicht. Dennoch wird sie im Winter von den Senioren- und Jugendmannschaften regelmäßig genutzt, sobald die Rasenplätze nicht oder nur eingeschränkt bespielbar sind. Und die Schule ist auch auf den Platz angewiesen.

Der Ausschuss für Jugend, Soziales, Kultur und Sport empfiehlt dem Verbandsgemeinderat deshalb, 50 000 Euro zur Unterhaltung des Sportplatzes Irrel in den Haushalt für das Jahr 2019 einzustellen und die Verwaltung mit der Ausschreibung zu beauftragen. Zudem will die  VG zusammen mit den Vereinen versuchen, die Finanzierung eines Kunstrasenplatzes auf den Weg zu bringen.

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