Verkehr

Zum Artikel "Erdorf wehrt sich gegen noch mehr Züge" (TV vom 27. Juni) schreibt dieser Leser:

Ein zweigleisiger Ausbau der Eifelstrecke hätte aus meiner Sicht folgende Vorteile: Der Verkehr auf der Eifelstrecke könnte beschleunigt werden, und die Strecke könnte integraler Bestandteil des Rheinland-Pfalz-Taktes werden. Die Fahrzeiten der Züge könnten besser eingehalten werden, wenn die eingleisigen Begegnungsabschnitte wegfallen würden. Dadurch könnten die Anschlüsse an den Bahnknoten besser gehalten werden beziehungsweise verbessert werden. Der zweigleisige Ausbau könnte in Etappen stattfinden und würde nicht sofort große Finanzmittel des Bundes binden. Zuerst sollten aber schon bestehende Engpässe, zum Beispiel die Einfädelung der Eifelstrecke in die rechte Rheinstrecke in Hürth-Kalscheuren, der eingleisige Abschnitt zwischen Gerolstein und Birresborn und der Umbau verschiedener fehlgeplanter Haltepunkte erfolgen. Die Elektrifizierung der Strecke könnte in einem zweiten Schritt erfolgen. Als eine Einschränkung einer kurzfristigen Umsetzung ist in erster Linie die Vergabe des Dieselnetzes Köln an die DB Regio Rheinland bis in das Jahre 2033 zu sehen und die damit verbundene Anschaffung von neuen Dieseltriebwagen. Die in der UBA-Studie 70 Güterzüge sind eine statische Annahme und kein Dogma! Der Nutzung durch schweren Güterverkehr würden die topografischen Verhältnisse auf der Eifelstrecke entgegenstehen. Dieser hat auf der Strecke auch nie stattgefunden. Die heimische Bauindustrie und andere Industrien im bahnaffinen Bereich würden von den geplanten Ausbaumaßnahmen profitieren, und es würden Arbeitsplätze in der Region gesichert beziehungsweise neue geschaffen werden. Ich bin für einen Ausbau der Eifelstrecke. Der Ausbau muss allerdings unter Anwendung modernster Bahnbautechnik erfolgen. Bernd Kruse, Bitburg