Verkehr

Zum Artikel "Innenstadtring steht vor dem Aus" (TV vom 14. Januar) schreibt dieser Leser:

So sehr der Rückbau des Rings, am besten unverzüglich, mit sofortiger Wirkung, erfolgen soll, mit der Aussage des Bürgermeisters Kandels: "Einen Bürgerentscheid will ich verhindern", gibt dieser damit den Startschuss für den möglichen Ring-Flopp-Stopp viel zu spät preis. Wie ist es zu verstehen, dass er, wie aus dem Wachkoma heraus, das sich offensichtlich mit ständig zunehmender Mehrheit gestaltende Unterschriftenergebnis für den Rückbau nicht mehr zu ertragen gewillt ist? Kandels musste in Anbetracht des "Sturmes der Entrüstung", den er bis dahin "nicht so schlimm erwartet hätte", die Flucht nach vorne ergreifen. Insbesondere seitdem sich die die Zahl der Unfälle im Ring auf das Doppelte erhöhte und diese sich auch nicht deutlich reduzieren ließ durch ein paar offenbar unnütze, da faktisch zur Unfallreduzierung untaugliche verkehrstechnische Änderungen und Hinweise. Bereits vor der unsinnigen Verlängerung der Testphase müssten alle für die Ringinstallation politisch Verantwortlichen, vor allem Kandels und die CDU-Mehrheitsfraktion sich die Frage nach der Initialzündung eines "humanitären Resthirns" zwecks effizienter Reduzierung der Unfälle gestellt haben. Nicht allein für viele Unfallopfer muss wohl die von der CDU-Mehrheitsfraktion getroffene Entscheidung der unseligen Testphasenverlängerung Hohn und Häme gleichgekommen sein. Diese Tragödie der doppelten Unfallzahl hatte viele Kassandrarufe. Kandels jedoch versteckte sich hinter dem Mehrheitsvotum der Stadtratsvertreter und fokussierte sich auf die Repräsentation von deren Willensentscheidungen, die er sich im Grunde auch immer zu eigen machte. Bleibt zudem der Makel nach der Übernahme der Verantwortung für das finanzielle Desaster und für das desolate Bild resp. Image , das der Zahl- und Wahlbürgerschaft für lange Zeit aufgelastet bleiben wird. Was ihr zukünftig nur bleibt "bei größeren Entscheidungen"? "Einfach anders rangehen", wie Kandels sagt. Jawohl, nach dem Motto: "Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber!" Joseph Koster, Bitburg