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Vermisster 13-Jähriger wieder zurück in Ferschweiler

Vermisster 13-Jähriger wieder zurück in Ferschweiler

Aufatmen im Fall des Vermissten aus Ferschweiler: Die Polizei hat den 13-Jährigen eine Woche nach seinem Verschwinden gefunden. Der Fall ist glimpflich abgelaufen: Justin Roth gehört nicht zu den 32 Langzeitvermissten in der Region.

Ferschweiler. Etwa eine Woche nach seinem Verschwinden ist der 13-jährige Justin Roth wieder zurück in der Jugendhilfeeinrichtung in Ferschweiler (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Die Polizei hatte den Jungen am Mittwochnachmittag als vermisst gemeldet. "Wir hatten zunächst einen sehr erfolgversprechenden Hinweis aus Trier", sagt Ferdinand Schwind, Sprecher der Wittlicher Kriminalpolizei, die den Fall behandelt. Dann habe es am Donnerstagvormittag einen weiteren, den entscheidenden Hinweis aus Luxemburg gegeben. Zur Vorgehensweise der Polizei zählt neben der Auswertung von Zeugenhinweisen auch die Untersuchung des sozialen Umfelds des Vermissten.
Internationale Zusammenarbeit


Ein Zeuge hatte Justin in einem Luxemburger Wohnhaus gesehen und dies der Kriminalpolizei in Wittlich gemeldet. "Wir haben dann die Luxemburger Kollegen kontaktiert, die dann schließlich Justin auch dort gefunden haben." Anschließend wurde er wieder nach Ferschweiler gebracht. Inwiefern der Junge Bezug nach Luxemburg hat, ist unklar. Justin ist nach Angaben der Polizei am Donnerstag, 12. Januar, vom Laeisenhof verschwunden und hat sich anschließend nicht mehr gemeldet. Zuvor habe er noch, so die Polizei, ein Gespräch mit seinen Erziehern geführt. Daraufhin ging eine Vermisstenmeldung bei der Polizei in Bitburg ein.
Der Laeisenhof liegt anderthalb Kilometer außerhalb von Ferschweiler. Der von der Gesellschaft für Sozialprojekte und Jugendhilfe mbH (Geso) geführte Bio-Bauernhof ist eine Einrichtung speziell für verhaltensauffällige Jungen. Sie kümmern sich gemeinsam mit den Landwirten um die Tiere.
Arbeit statt Schule


Wie lange Justin schon in Fersch weiler lebt, dazu wollte die Geso sich nicht äußern. Auf der Internetseite der Gesellschaft heißt es jedoch, dass der Laeisenhof für sechs Jungen Platz bietet. Das pädagogische Konzept "Arbeit statt Schule", bei dem den Jungen eine klare Tagesstruktur vermittelt wird, gibt es seit 2003 in Ferschweiler.
Zur Zielgruppe gehören laut Internetauftritt Jungen, die "die Schule nicht mehr besuchen und teilweise eine starke Tendenz zum Weglaufen zeigen". Außer dem Laeisenhof betreibt die Geso beispielsweise noch eine intensivpädagogische Mädchengruppe auf dem Margaretenhof in Schöndorf (Verbandsgemeinde Ruwer). slg