Versicherungsbetrug: Eifeler Landwirt kommt mit blauem Auge davon

Versicherungsbetrug: Eifeler Landwirt kommt mit blauem Auge davon

Ein 37-jähriger Landwirt aus der Eifel ist vor dem Amtsgericht Bitburg wegen Versicherungsbetrugs und Urkundenfälschung zu eineinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden, die auf zweieinhalb Jahre Bewährung ausgesetzt wurde. Der Mann hatte umfassend gestanden und zugegeben, sich mit falschen Kaufverträgen von seiner Versicherung rund 37.000 Euro erschlichen zu haben.

(zad) In einem Fall blieb es lediglich beim Betrugsversuch, da die Versicherung misstrauisch geworden war. Somit blieben den geladenen Zeugen ihre Aussagen erspart. Aufgrund seines Geständnisses kam er mit einem blauen Auge davon und wurde von Richter Udo May lediglich zu einer Bewährungsstrafe statt Gefängnis verurteilt. „ Es tut mir leid. Das wird nicht wieder vorkommen“, sagte der 37-Jährige. Im September 2006 hatte der Eifeler seiner Versicherung eine in Flammen aufgegangene Heuballenpresse gemeldet und einen gefälschten Kaufvertrag für einen angeblichen Ersatz vorgelegt. Die Versicherung zahlte ihm die Mehrwertsteuer für die Presse in Höhe von rund 4000 Euro aus. Im Juli 2008 meldete er seiner Versicherung erneut eine zerstörte Heuballenpresse. Ein Blitzschlag hätte diese vernichtet. Allerdings hatte der 37-Jährige unerlaubt Müll verbrannt, wobei die Presse zerstört worden war. In diesem Fall hätte die Versicherung nicht gezahlt. Die Versicherung zahlte ihm 33.000 Euro. Zwei Monate später hatte der Landwirt einer anderen Versicherung einen gefälschten Kaufvertrag für eine Heuballenpresse vorgelegt, um an die Versicherungssumme für eine abgebrannte Presse zu gelangen. Die Versicherung wurde misstrauisch und zahlte nicht.

Mehr von Volksfreund