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Verwirrende Nachwirkungen einer durchzechten Nacht

Verwirrende Nachwirkungen einer durchzechten Nacht

FLIESSEM. (rh) Premierenerfolg der "Plüschmüscher" aus Fließem: Das Publikum im ausverkauften Gemeindehaus Fließem amüsierte sich köstlich. Am Freitag und Samstag sind die nächsten Vorstellungen.

"Die unglaubliche Geschichte vom gestohlenen Stinkkäse" lautete der Titel des Lustspiels in drei Akten von Bernd Gombold, zu dem "Die Plüschmüscher" in dieser Woche noch zwei Mal ins Gemeindehaus einladen. Es ist kein Morgen wie jeder andere, als der Schreinermeister Jupp Bauer, gespielt von Werner Neises, in seiner Werkstatt erwacht. Sein Sohn Frank (Darsteller: Marco Raskob) und er haben beim Familienabend der Feuerwehr zu viel gebechert. Der Versuch, sich auch nur ansatzweise an die Geschehnisse zu erinnern, gelingt den beiden nur zum Teil, führt aber bereits in den ersten Minuten des Stückes zu Lachern. Schreiner Jupp kann sich die Herkunft einer Leiter mit fehlender Sprosse in seiner Werkstatt ebenso wenig erklären, wie den Verbleib seines Geldbeutels. Auch Sohn Frank weiß nicht so ganz genau, woher er den Fensterladen hat, den er am Morgen danach unter seinem Kopfkissen findet. Hermann Weiers in der Rolle des diensteifrigen Dorfpolizisten Kurt Eiferling hat, sehr zur Freude der Zuschauer, erhebliche Schwierigkeiten, das Geschehene zu rekonstruieren. Seine Versuche, eine schwere Kopfverletzung und eine gebrochene Leitersprosse zu erklären, bringen ihn der Lösung zwar nicht näher, treiben den Zuschauern aber vor Lachen die Tränen in die Augen. Völlig außer Kontrolle gerät die Situation, als dann auch noch Pauline (Agnes Weber), die Frau des Schreiners, Klara (Petra Braun), die Frau des Dorfpolizisten und Evi (Susanne Bermes glänzte hier in einer Doppelrolle auch als Verlobte von Frank) Rechenschaft über den Abend verlangen. Immer wieder unterbricht Szenenapplaus die kläglichen Versuche, die aufgebrachten Gemüter der Damen zu beruhigen. Auch die Pfarrhaushälterin Fräulein Maria (Gertrud Weiers) kann da nicht weiter helfen. Ebenso wenig wie Brandmeister Hugo, gespielt von Günter Zeimentz, der zwar einige "Beweisstücke", aber keine Lösung vorzuweisen hat. Die turbulente Geschichte macht auch die nächsten beiden Aufführungen am Freitag, 21. Oktober und Samstag, 22. Oktober jeweils um 20 Uhr sehenswert. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Beginn. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Kartenvorverkauf: Haarstudio Hoffmann, Gasthäuser Litfaß und arg, Gaststätte Villa Otrang, Raiffeisenbank Fließem und bei allen Darstellern sowie unter Telefon 06569/7503.