Viele Besucher kommen zur Windenergie-Messe in Arzfeld

Viele Besucher kommen zur Windenergie-Messe in Arzfeld

Großer Andrang, viele Fragen: Rund 200 Bürger haben die Informationsmesse zum Thema Windkraft im Gemeindehaus Arzfeld besucht.

Arzfeld. Die Messe über die Windkraft-Vorhaben in der Verbandsgemeinde (VG) Arzfeld hat viele Bürger interessiert: 200 von ihnen folgten der Einladung der Kommune und des Projektentwicklers Abo Wind aus Wiesbaden ins Gemeindehaus.
Im Mittelpunkt standen die Planungen für die beiden Windparks Arzfeld West und Arzfeld Ost: Vor drei Wochen hatte der VG-Rat die Fortschreibung des Flächennutzungsplans für den Teilbereich Windenergie beschlossen (der TV berichtete). Daraufhin hatte Abo Wind die Genehmigung für die Windparks beantragt. "Das ist ein guter Zeitpunkt, um unsere Planungen zu präsentieren und mit den Bürgern in Kontakt zu treten", sagte Projektleiterin Martina Franz. Dabei setze man auf Transparenz - "für unser Unternehmen ein elementarer Baustein der Windkraftplanung".
Das gefiel den Bürgern offenbar. Für Gespräche standen neben Vertretern der Firma auch VG-Bürgermeister Andreas Kruppert und die Mitarbeiter des Fachbereichs Bauen und Umwelt zur Verfügung, außerdem Rheinhold Hierlmeier vom Trierer Büro BghPlan, Revierförster Rainer Wagner und Daniel Seitz von ecoda Umweltgutachten.
"Das Konzept der Infomesse passt sehr gut zu uns", sagte Kruppert. "Und wie man sieht, kommt es auch bei den Bürgern gut an."
Dabei wurde auch Kritisches geäußert: Zwar sind in der VG die Windkraft-Pläne nicht so umstritten wie nebenan in der VG Prüm. Dafür aber, sagt Klaus Theis von der VG-Bauabteilung, hätten einige Bürger gefragt, warum in ihren Gemeinden kein Vorranggebiet ausgewiesen worden sei.
Da aber sprechen die Kriterien dagegen, die der VG-Rat beschloss: So müssen neue Gebiete mindestens 50 Hektar groß sein, außerdem dürfen die Anlagen nicht in die Nähe von Orten mit besonderer Funktion wie Erholung oder Fremdenverkehr kommen - darunter Daleiden, Lützkampen, Irrhausen, Waxweiler oder Lambertsberg.
Im Gemeindehaus informierten außerdem Stellwände über das Aussehen der Windparks, Abstände zu den Siedlungen, Schall und Schatten, Untersuchungen zu Vogelwelt und Fledermäusen und vieles mehr. red/fpl
Das Projekt im Internet: <%LINK auto="true" href="http://www.windenergie-vg-arzfeld.de" text="www.windenergie-vg-arzfeld.de" class="more"%>