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Viele Einsätze, aber zu wenig Personal

Viele Einsätze, aber zu wenig Personal

Unter den 211 Einsätzen, zu denen die Bitburger Feuerwehr im vergangenen Jahr gerufen wurde, waren viele Notfall-Türöffnungen und Wespennester, die entfernt werden mussten. Beschäftigt hat die freiwilligen Helfer aber auch 2011 wieder die B 51.

Bitburg. Der erste Einsatz wurde montags abends um 20.47 Uhr ausgelöst, der letzte mittwochs morgens um 7.42 Uhr. Fünf Unfälle innerhalb von weniger als 36 Stunden. Alle auf der B 51, und in vier Fällen waren auch Lastwagen beteiligt.
Woran diese Unfallhäufung gelegen hat, kann Manfred Burbach nicht sagen. Doch für den Chef der Freiwilligen Feuerwehr sind Einsätze wie dieser nicht nur eine technische, sondern vor allem auch eine personelle Herausforderung.
"Wir hatten im vergangenen Jahr einige Einsätze, die in die Hose gegangen sind", sagt Burbach. In die Hose deshalb, weil in diesen Fällen von den 50 alarmierten Helfern letztlich nur ein gutes Dutzend verfügbar gewesen sei.
Zwar hätten die Engpässe keine ernsthaften Probleme zur Folge gehabt, doch werde es grundsätzlich immer schwieriger, genug Leute für den Einsatz zusammenzubekommen. "Es hängt viel von der Tageszeit ab", sagt der Wehrleiter. Problematisch sei die Personalsituation vor allem werktags während der regulären Arbeitszeit. Ohne die Wehren der Stadtteile und die auswärtigen Feuerwehrmänner und -frauen, die in Bitburg arbeiteten und bei Bedarf helfen würden, ginge es gar nicht, erklärt Burbach.
Die Zahl der Einsätze steige von Jahr zu Jahr. 2011 waren es mit insgesamt 211 Einsätzen zwar 30 weniger als im Vorjahr, doch war 2010 allein aufgrund des strengen Winters und des Sturms im Frühjahr ein Ausnahmejahr.
2011 gab es keine vergleichbaren Wetterkapriolen, dafür aber aufgrund des milden Frühjahrs extrem viele Wespen. Das hatte zur Folge, dass es allein 23 Einsätze gab, bei denen Wespennester entfernt werden mussten. In gleicher Größenordnung und damit auffällig hoch war auch der Anteil der sogenannten Notfall-Türöffnungen. In den meisten dieser Fälle waren auf der anderen Seite der Tür alte und hilfsbedürftige Menschen, die sich entweder in einer Notfallsituation befanden oder aber auf das Klingeln und Klopfen besorgter Mitmenschen nicht reagiert haben.
"Wir haben dafür mittlerweile Leute ausgebildet, die mit Spezialgeräten die Türen schnell und mit möglichst wenig Schaden öffnen", sagt Burbach.Wenig Schaden ist Gott sei Dank auch bei der Bruchlandung eines alten Kampfjets im Rahmen der Bitburger Luftfahrtausstellung Ende Mai entstanden. Zur gleichen Zeit war die Feuerwehr mit einem Großaufgebot beim Rheinland-Pfalz-Tag in Prüm. Dass die beiden Großveranstaltungen zeitgleich stattfinden durften, ist für den Feuerwehrchef unbegreiflich. "Wenn die Maschine in die Zuschauer gekracht wäre, dann hätten wir ein ernstes Problem gehabt", sagt Burbach.
Stiftungsfest am Wochenende


Knapp 4000 Einsatzstunden wurden von den Helfern der Stadtmitte und der Stadtteile im vergangenen Jahr geleistet. Rechnet man die Übungen, Schulungen und die Bereitschaftsdienste dazu, sind es rund 20 000 Stunden.
Auch mit Arbeit verbunden, ansonsten aber ein Einsatz der erfreulichen Art ist das Stiftungsfest, das die Freiwillige Feuerwehr Bitburg am Wochenende in der Stadthalle feiert. Höhepunkt ist dabei die Ü30-Party am Samstag um 21 Uhr. uhe

Extra

Die Freiwillige Feuerwehr Bitburg hat 180 aktive Mitglieder, die sich wie folgt auf die einzelnen Standorte verteilen: Löschzug Stadtmitte (55), Löschgruppe Mötsch (40), Matzen (24), Masholder (22), Erdorf (20) und Stahl (19). Hinzu kommen 34 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. uhe