Viele Fragen, keine Überraschung

Viele Fragen, keine Überraschung

BITBURG. (har) Der aufgrund von Befangenheit dezimierte Stadtrat hat nach ausgiebiger Befragung seine Zustimmung für die Fluggenehmigung mit Maschinen über 20 Tonnen erteilt.

Wie laut wird es auf dem Flugplatz werden, welche Chancen hat ein Flugbetrieb und wie viele Jobs werden dadurch geschaffen, dass größere Maschinen in Bitburg starten und landen können? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Diskussion im Stadtrat zum Thema Fluggenehmigung. Mit Ausnahme des grundsätzlichen Statements von CDU-Fraktionschef Peter Wagner für die fliegerische Nutzung gab es nur kritische Fragen an Helmut Berscheid, Geschäftsführer der Flugplatz-Bitburg GmbH, und Planer Klaus Zimmermann. Nicht an der Diskussion nahmen Bürgermeister Joachim Streit - Eigentümer eines Grundstücks in der Lärmschutzzone 1 - sowie Rudolf Rinnen (Liste Streit) und Peter Marder (SPD), beide aufgrund ihrer Ämter in den Gremien der GmbH, teil. Anhand von Karten machten Zimmermann und Berscheid aus ihrer Sicht deutlich, dass selbst im positivsten Szenario mit viel Flugbetrieb keine Lärmwerte erreicht würden, die über den erlaubten Grenzen liegen. Bei diesen Lärmwerten handelt es sich um so genannte Mittelungspegel, die ein theoretisches Dauergeräusch pro Zeit angeben. Konkreter wurde es bei der Frage, mit welchen Spitzenpegeln in der Nacht zu rechnen ist. "Das wird teilweise so laut wie ein am Haus vorbeifahrender LKW", sagte Zimmermann. Für das Maximalszenario in der Nacht nannte er Einzellärm-Ereignisse für Mötsch von 68,8 und für Masholder von 69 Dezibel(A) voraus. Weitere Berechnungen lassen für Scharfbillig 83,2, für Gondorf 86,9, Hüttingen 84,7 oder für Oberstedem 82,2 Dezibel(A) erwarten. Für Rittersdorf wurden 46 Dezibel(A) errechnet, für Matzen 54,5. Angesprochen auf Überflüge über bewohntes Gebiet sagte Helmut Berscheid, dass dies "völlig unnötig sei" und geahndet werde - auch zukünftig. Keine Zusage konnte er bei den ebenfalls kritisierten Platzrunden machen. Die sind - geht es nach den Wünschen der GmbH - zukünftig am Wochenende von 9 bis 13 Uhr erlaubt. Aufgrund der Geschlossenheit von CDU und dem weniger Geschlossenem bei anderen Gruppierungen stimmte der Rat mit 13 zu acht Stimmen bei einer Enthaltung dem Antrag der Flugplatz GmbH zu.

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